Bundesminister Hanke, Bundesministerin Schumann und ÖBB CEO Matthä mit Lehrlingen in der Lehrwerkstätte St. Pölten
(St. Pölten, 8. Jänner 2025) – Im September 2025 konnten die ÖBB einen neuen Rekord feiern: 760 neue Lehrlinge, davon 25 Prozent weiblich, begannen ihre Lehre bei den Bundesbahnen. Das waren um 100 mehr als ursprünglich geplant und in den vergangenen Jahren üblich. Ermöglicht wird dies durch ein eigens geschnürtes ÖBB Lehrlingspaket für die Jahre 2025, 2026 und 2027, dasheute in der ÖBB Lehrwerkstätte St. Pölten von Infrastrukturminister Peter Hanke und Arbeitsministerin Korinna Schumann sowie dem ÖBB Vorstandsvorsitzenden Andreas Matthä und dem ÖBB Konzernbetriebsratsvorsitzenden Roman Hebenstreit präsentiert wurde. Grund für diese Aufstockung ist der anhaltende Fachkräftebedarf aufgrund des Generationenwandels, in dem sich die ÖBB befinden.
Mobilitätsminister Peter Hanke: „Mit dem Lehrlingspaket investieren wir gemeinsam mit den ÖBB rund fünf Millionen Euro in die Zukunft der Mobilität. Bis 2027 schaffen wir 300 zusätzliche Lehrplätze und sichern damit gezielt Fachkräfte für die Mobilitätswende. Durch den Ausbau und die Modernisierung der Lehrwerkstätten in vier Bundesländern sorgen wir für beste Ausbildungsbedingungen. Die Mittel kommen direkt den Lehrlingen sowie den Ausbilderinnen und Ausbildern und der Infrastruktur zugute. Gerade in Zeiten der Konsolidierung ist das ein klares Bekenntnis zur starken Lehrlingsausbildung und eine deutliche Kampfansage an den Fachkräftemangel in einer zentralen Schlüsselbranche Österreichs.“
Arbeitsministerin Korinna Schumann: „Die Lehre ist ein österreichisches Erfolgsmodell und ein wesentlicher Schlüssel gegen den Fachkräftemangel. Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, fördern jene Qualifikationen, die sie heute und in Zukunft benötigen. Mit einer Lehre starten junge Menschen erfolgreich in ihre berufliche Zukunft. Das Lehrlingspaket des Mobilitätsministeriums ist ein wichtiger Beitrag für den Arbeitsmarkt und sorgt dafür, dass die Fachkräfte von morgen ausgebildet werden.“
Zusätzlich 5 Mio. Euro für die ÖBB-Lehrlingsausbildung Das heute präsentierte Lehrlingspaket umfasst ein vom Mobilitätsministerium zusätzlich zur Verfügung gestelltes Volumen von rd. 5 Mio. Euro. Damit wurden und werden die ÖBB-Lehrwerkstätten in Wien, Graz, St. Pölten und Linz ausgebaut und adaptiert. Weiters fließen diese Mittel in das Lehrlingseinkommen, Arbeits- und Lernmittel, Arbeitskleidung, Schutzausrüstung für die zusätzlichen Lehrlinge und in Ausgaben für zusätzliche Lehrlingsausbilder:innen (Gehalt, Arbeitsmittel, Arbeitskleidung). Auf dieser Basis können die ÖBB in den Jahren 2025, 2026 und 2027 jedes Jahr um 100 Lehrlinge mehr aufnehmen als ursprünglich geplant.
Insgesamt stehen den ÖBB somit in wenigen Jahren rund 300 zusätzliche, dringend benötigte Fachkräfte zur Verfügung, die die Bahn von morgen mitprägen werden. Aktuell sind bei den ÖBB rd. 2.300 Jugendliche konzernweit in Ausbildung. Die ÖBB sind damit einer der größten Lehrlingsausbilder in Österreich und bei der technischen Ausbildung sogar die klare Nummer 1.
„Ich bin stolz darauf, dass die ÖBB ein sehr beliebter Ausbildungsbetrieb sind. Wir bieten Jugendlichen nicht nur eine Top-Ausbildung, sondern auch die Stabilität eines großen, modernen Arbeitgebers, ein faires Gehalt und ausgezeichnete Zukunftschancen. Ich freue mich sehr, dass wir dank des Lehrlingspakets der Bundesregierung nun weiteren 100 jungen Menschen die Chance geben können, Teil der ÖBB-Familie zu werden,“
sagt ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.
Wer heute keine Lehrlinge ausbildet, hat morgen keine Fachkräfte Die ÖBB befinden sich gerade in einem Generationenwandel und sind wie viele andere Unternehmen auch mit einem anhaltenden Fachkräftebedarf konfrontiert. Deshalb werden pro Jahr 4.100 neue Mitarbeiter:innen gesucht – besonders in eisenbahnspezifischen & technischen Berufen.
„Österreich hat keine Bodenschätze – unser wichtigster Rohstoff sind die Menschen. Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, sie müssen ausgebildet werden: durch Unternehmen, die Verantwortung für die nächste Generation übernehmen und konsequent in Lehre, Ausbilder:innen und Infrastruktur investieren. Die ÖBB gehen diesen Weg seit Jahren – und zeigen, dass Ausbildung Zukunftsperspektiven schafft und zugleich wirtschaftlichen Erfolg sichert. Diesem Vorbild sollten andere Betriebe folgen“,
sagt Konzernbetriebsratsvorsitzender Roman Hebenstreit.
Faires Gehalt, gute Job-Chancen und Freifahrt in den Zügen der ÖBB durch ganz Österreich sowie die Möglichkeit zur „Lehre und Matura“ runden das Ausbildungsangebot der ÖBB ab. Alle weiteren Informationen zur ÖBB-Lehrlingsausbildung gibt es unter
lehre.oebb.at.