29.01.2026    1 Bild 1 Audio

ÖBB-Hauptverkehrsader vor Öffnung: Züge rollen ab Freitag über die neue Rauchmühlbrücke

  • Nach 23 Tagen wird die Sperre der Weststrecke in Innsbruck planmäßig beendet. 
  • Pünktlich auf die Minute haben die ÖBB alle Arbeiten für die neue Brücke abgeschlossen. 
  • Die ÖBB bedanken sich bei Anrainern, Fahrgästen und Autofahrern für das Verständnis und bei den beauftragten Unternehmen für die perfekte Umsetzung aller Arbeiten. 

(Innsbruck, 29. 01. 2026) - Mit einem spektakulären Belastungstest haben die ÖBB den Abschluss der Arbeiten für die neue Rauchmühlbrücke eingeleitet. Zwei Herkules-Güterzuglokomotiven mit einem Gesamtgewicht von mehr als 160 Tonnen positionierten sich am Donnerstagnachmittag auf dem neuen Tragwerk unter den strengen Augen eines Vermessers. Auf den Millimeter genau wird überprüft, ob die neue Brücke den zukünftigen statischen Anforderungen entspricht und so den Belastungen durch den Schienenverkehr gewachsen ist. Ab Freitag, 30. Jänner, ab 05:00 Uhr fahren wieder rund 270 Züge täglich zwischen dem Bahnhof Hall in Tirol und dem Hauptbahnhof Innsbruck. Damit verkürzen sich die Fahrzeiten im Fern- und Nahverkehr wieder deutlich. Die ersten Züge, die planmäßig über die neue Brücke fahren, sind die S4 nach Jenbach (Innsbruck Hbf ab 05:02 Uhr) sowie RJX 669 nach Flughafen Wien (Innsbruck Hbf ab 05:10 Uhr). 

  

Mehrere Bauphasen zur Herstellung der neuen Brücke 

Bereits im Frühjahr sind erste Arbeiten für die neue Rauchmühlbrücke angelaufen. Direkt an der Hallerstraße wurde das rund 29 Meter lange und mehr als elf Meter breite neue Tragwerk betoniert. Anfang Jänner haben dann die ÖBB die „heiße Phase“ für das Neubauprojekt gestartet. Dazu musste die Weststrecke zwischen der Haltestelle Rum und dem Hauptbahnhof Innsbruck für den Bahnverkehr gesperrt werden. Dann erfolgte der Abbau der alten Stahlbrücke und in einer spektakulären Aktion das Einfahren des neuen Tragwerks. Gearbeitet wurde in den vergangenen drei Wochen rund um die Uhr. Mehrmals musste auch die Hallerstraße gesperrt werden. 

 

Im Schienenersatzverkehr siebeneinhalb Mal um die Erde 

Zufrieden sind die ÖBB auch mit dem Schienenersatzverkehr zwischen Jenbach und Hall in Tirol sowie dem Hauptbahnhof Innsbruck. Mit bis zu 90 Autobussen zu Spitzenzeiten wie dem Hahnenkammwochenende haben die ÖBB auch während der Streckensperre die Mobilität der Menschen im Tiroler Unterland sowie den Fahrgästen im Fernverkehr sichergestellt. Mit einer Gesamt-Kilometerleistung von 302.000 Kilometern sind die Busse umgerechnet siebeneinhalb Mal um die Erde gefahren. Railjets zwischen Bregenz und dem Osten Österreichs sowie ausgewählte Nahverkehrszüge wurden über den Umfahrungstunnel Innsbruck geführt. Die ÖBB bedanken sich bei ihren Fahrgästen für das Verständnis für die Umstiege bzw. längere Fahrtzeiten. Anerkennung ist auch allen am Brückenneubau beteiligten Firmen für die pünktliche Abwicklung der nicht alltäglichen Arbeiten auszusprechen. Erforderlich wurde der Brückentausch auf der viel befahrenen Weststrecke durch das Alter und die Bauweise des Bestandstragwerkes, welches nach mehr als sechzig Jahren das Ende seiner technischen Leistungsfähigkeit erreicht hatte. Von der neuen Betonbrücke erwarten sich die ÖBB einen besonders ruhigen Lauf der Züge sowie eine wesentlich längere Lebensdauer. 

 

Zahlen, Daten, Fakten 

160 Tonnen Belastungstest für das neue Tragwerk 

23 Tage Streckensperre 

90 Busse im Schienenersatzverkehr 

302.000 Kilometer Verkehrsleistung mit Bussen im Ersatzverkehr 

1400 Tonnen Gesamtgewicht neues Tragwerk (mit Hilfskonstruktion) 

325 m² neues Brückentragwerk (29 x 11,25 Meter) 

 

 

Hinweise für die Medien: 

 

 

Bilder (1)

Gleisbau Rauchmühlbrücke
6 000 x 4 500 © ÖBB/Sailerbrothers

ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 45.500 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.