Rudi Kuchta, Alfred Loidl, Christian Hillbrand, Quido Salzmann, Christof Bitschi (v.l.)
(Bregenz, 19. Jänner 2026) – Vorarlberg setzt seine Dekarbonisierungsstrategie im Regionalbusverkehr konsequent fort: Im Rahmen des Europäischen Green Deals wird die Busflotte im Land schrittweise auf klimafreundliche Antriebe umgestellt. Mit Anfang des Jahres 2026 ist in Vorarlberg bereits jeder dritte Bus einer mit Elektroantrieb. Damit wird Vorarlberg zum Bundesland mit der aktuell größten E-Bus-Flotte in ganz Österreich. Bis zum Frühjahr wächst der E-Bus Fuhrpark weiter an. Rund 100 sind bereits im Linieneinsatz. Mehr als die Hälfte der zum Einsatz kommenden E-Busse werden von ÖBB Postbus betrieben. Die ÖBB Postbus Garage in Wolfurt wurde in den vergangenen Monaten nicht nur intensiv auf die Ankunft der neuen Elektrobusse vorbereitet, sie ist damit auch der größte Ladestandort für E-Busse in Österreich.
Pionierarbeit in Vorarlberg
Das Land Vorarlberg setzt mit dieser Strategie ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte Mobilitätspolitik. Als einer der Vorreiter im Bereich der Elektromobilität nimmt Vorarlberg seit Jahren eine besondere Rolle im nationalen Vergleich ein und gilt insbesondere im öffentlichen Nahverkehr als Innovationsmotor. „Der verstärkte Einsatz emissionsfreier Antriebe, dort wo es Sinn macht, trägt maßgeblich zur Verbesserung der Luftqualität und damit zur Steigerung der Lebensqualität bei“, bekräftigt Landesstatthalter Christof Bitschi. „Gleichzeitig stärkt diese Entwicklung die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Region“, Bitschi weiter. Das Projekt fügt sich nahtlos in die langfristige Mobilitätsentwicklung Vorarlbergs ein und unterstützt damit die ambitionierten Klimaziele des Landes.
Großoffensive für emissionsfreie Busse im öffentlichen Verkehr
Mit der großflächigen Elektrifizierung der Busflotte setzt Vorarlberg neue Maßstäbe für klimafreundliche Mobilität. Mit Anfang des Jahres sind bereits rund 100 E-Busse im Einsatz. Bis Mai 2026 wächst der E-Bus-Fuhrpark auf insgesamt 141 Fahrzeuge weiter an. Innerhalb von nur zwei Jahren stellt Vorarlberg damit ein Drittel der gesamten Busflotte auf Elektroantriebe um. „Wir haben alle verfügbaren Kräfte gebündelt und mit der großen Modernisierung der Vorarlberger Busflotte in Rekordzeit den Elektroturbo gezündet. Ein großes Dankeschön an Bund, Land, Gemeinden, Verkehrsunternehmen und allen weiteren Partnerinnen und Partner für die vorbildliche Zusammenarbeit“, freut sich Verkehrsverbund Vorarlberg Geschäftsführer Christian Hillbrand.
Wandel als Chance
„Wir zeigen, dass emissionsfreier Busverkehr auch außerhalb großer Städte, auf Überlandstrecken mit großen Distanzen, funktioniert – vorausgesetzt, Infrastruktur, Betrieb und Technologie greifen intelligent ineinander“, betont Postbus-Vorstand Alfred Loidl.
Als größtes Busunternehmen Österreichs treibt Postbus die technologische Transformation seit Jahren nicht nur aktiv voran, sondern versteht sie als Ausdruck unternehmerischer Stärke,ökologische Verantwortung gegenüber kommenden Generationen zu übernehmen. „Wir verstehen diesen Wandel als strategische und personelle Zukunftsaufgabe. Unsere Mitarbeiter:innen stehen dabei im Mittelpunkt, denn ihre Kompetenz ist der Schlüssel dafür, dass nachhaltige Mobilität im Alltag funktioniert“, so Loidl weiter.
Das vom Verkehrsverbund Vorarlberg initiierte und konzeptionalisierte Projekt, welches in Kooperation mit den Vorarlberger Verkehrsunternehmen, sowie den illwerke vkw und Busherstellern umgesetzt wird, stellt die Basis der Busflottentransformation im Vorarlberger Öffi-Angebot und Erfüllung der Emissionsreduktionsvorgaben dar. Diese Zusammenarbeit nach Vorarlberger Vorbild ermöglicht so einen wichtigen Innovationsschub bei gewohnt zuverlässigem Linienbetrieb.
Sicherer und komfortabler Betrieb
Die neuen, emissionsfrei betriebenen Busse des Herstellers MAN kommen in zwei Varianten – Niederflurbusse mit 18 Metern bzw. 12 Metern Länge – in mehreren Regionen Vorarlbergs zum Einsatz. Mit Reichweiten von bis zu 250 bzw. 300 Kilometern sind sie optimal für den täglichen Linienbetrieb ausgelegt.
Der elektrische Antrieb ist frei von Schadstoffen wie Stickoxiden und Schwefeldioxid und ist zudem deutlich leiser als herkömmliche Dieselbusse. Das reduziert nicht nur den CO₂-Ausstoß, sondern sorgt auch für spürbar weniger Lärmbelastung – für Fahrgäste, Buslenker:innen und Anrainer:innen entlang der Strecken gleichermaßen.
„MAN ist Marktführer im Bereich der EBusse in Österreich – nicht zuletzt dank des großen Vertrauens, das uns ÖBB Postbus entgegenbringt. Wir sind stolz darauf, als verlässlicher Partner den emissionsfreien Linienverkehr in Vorarlberg aktiv mitzugestalten. Die Elektromobilität ist für MAN der zentrale Pfeiler in der Unternehmensstrategie bei alternativen Antrieben und wir investieren konsequent in innovative, nachhaltige Technologien. Es freut uns, gemeinsam mit unseren Partnern die Zukunft eines modernen, klimafreundlichen öffentlichen Verkehrs voranzutreiben und einen echten Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten“, so MAN Geschäftsführer Rudi Kuchta.
Größter Ladestandort Österreichs für E-Busse
Die zentrale Infrastruktur für den Betrieb bilden die insgesamt 144 Ladepunkte in Vorarlberg. Allein an den Postbus-Standorten Wolfurt, Bludenz und Feldkirch sind davon 75 Ladepunkte, die von der illwerke vkw errichtet und betrieben werden. „Die leistungsfähige Infrastruktur gewährleistet die höchstmögliche Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Das Ladedepot in Wolfurt bietet neben der erforderlichen Leistung – die Ladepunkte können je bis zu 240 Kilowatt bereitstellen – auch ein Lademanagement, das sich den Fahrplänen der Linienbusse anpasst. Da Busse im Gegensatz zu den meisten Pkw fast durchgängig unterwegs sind, muss bei kurzen Zwischenstopps unmittelbar die maximale Ladeleistung zur Verfügung gestellt werden. Über Nacht sind dann wiederum deutlich geringere Ladeleistungen von ca. 30-50 Kilowatt pro Fahrzeug ausreichend, um den Akku bis zur nächsten Fahrt wieder vollständig zu laden“, erläutert illwerke vkw Vorstandsmitglied Quido Salzmann. „Alleine am Standort Wolfurt bieten wir eine Anschlussleistung von 5 Megawatt. Durch eine modulare Bauweise können die Ladepunkte laufend erweitert werden – so setzen wir einen klaren Impuls in Richtung nachhaltige Mobilität in Vorarlberg.“