26.01.2026    1 Bild

Nach Koralmbahn: Nächstes Kapitel für die Modernisierung der Steirischen Westbahn

  • Modernisierung der Steirischen Westbahn seit 2021
  • Erster Abschnitt im August des Vorjahres abgeschlossen
  • Start von Phase zwei als nächster wichtiger Meilenstein

Oberleitungsarbeiten Steirische Westbahn

(Graz, 26.01.2026) Bis 2033 soll die 91 km lange Bahnstrecke Graz – Köflach und Lieboch – Wies-Eibiswald vollständig elektrifiziert und modernisiert werden. Mehr als die Hälfte der dafür nötigen Strommasten steht bereits. Rechtzeitig zur Fertigstellung der Koralmbahn wurde der erste Abschnitt „Graz – Wettmannstätten – Wies/Eibiswald“ planmäßig fertiggestellt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, der den weiteren Weg für eines der größten Elektrifizierungsprojekte Österreichs ebnet. Wie es konkret weitergeht, darüber wurden kürzlich alle Gemeindevertreter:innen von den ÖBB im Rahmen eines Infotages informiert.

Abschnitt Lieboch – Köflach
Während die Bereiche zwischen Lieboch – Wettmannstätten – Wies größtenteils abgeschlossen sind, steht ab sofort der Abschnitt zwischen Lieboch und Köflach im Fokus. Eine Besonderheit in diesem Bereich: Der Kremser Tunnel muss für die Elektrifizierung aufgeweitet werden. Darüber hinaus werden die Bahnhöfe Köflach, Bärnbach, Voitsberg, Krems, Krottendorf-Ligist, Köppling, Söding-Mooskirchen und Lieboch-Schadendorf modernisiert. Dazu kommen Neubauten der Södingbachbrücke, Gradnerbachbrücke und Kainachbrücke sowie die Sicherung bzw. Auflassung von bestehenden Eisenbahnkreuzungen. Bis Ende 2028 wird der Abschnitt voraussichtlich fertiggestellt sein.

Abschnitt Graz – Lieboch
Im Bereich zwischen Graz und Lieboch laufen indessen noch die Planungsarbeiten. Fest steht aber bereits: In Graz entstehen im Zuge der Elektrifizierung und Streckenattraktivierung der steirischen Westbahn im Bereich von bestehenden Eisenbahnkreuzungen, vier Unterführungen und neue Nahverkehrsknoten sowie ein Ausweichgleis in der Nähe der heutigen Haltestelle Graz Wetzelsdorf. Als erstes wird die Unterführung und der Nahverkehrsknoten in der Peter-Rosegger-Straße errichtet. Der Vorteil: hier halten Stadtbusse künftig direkt in der Unterführung unter der Bahnhaltestelle. So wird der Umstieg von der S-Bahn zum innerstädtischen Verkehr erleichtert. Auch in der Wetzelsdorferstraße, der Kärntnerstraße und der Gradnerstraße wird der Umstieg von der S-Bahn auf den innerstätischen öffentlichen Verkehr durch den Bau von Unterführungen und Nahverkehrsknoten deutlich attraktiver. Bis 2033 sollen die Arbeiten an diesem Abschnitt abgeschlossen sein.

Viele Vorteile für Fahrgäste
Insgesamt werden 91 Kilometer Bahnstrecke modernisiert, 16 Bahnhöfe werden bzw. wurden zum Teil bereits modernisiert, Park & Ride-Anlagen ausgebaut, ein Tunnel erneuert und mehrere Eisenbahnkreuzungen aufgelassen oder neu gesichert. Konkret bedeutet das: kürzere Fahrzeiten, einen verbesserten Fahrplantakt, bessere Anbindungen an den Hauptbahnhof Graz und an die Koralmbahn, mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen und moderne, barrierefreie Bahnhöfe. Zudem macht die Elektrifizierung die Bahnstrecken nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch effizienter: Der elektrische Betrieb ist kostengünstiger, die Fahrzeuge sind besser verfügbar, beschleunigen schneller und laufen leiser. All dies trägt dazu bei, dass die Steirische Westbahn in der Region als Nahverkehrsmittel und für den koordinierten Taktfahrplan von großer Bedeutung ist.

Nötige Streckensperren im Rahmen der Arbeiten
Im Zuge der Arbeiten kommt es in den nächsten beiden Jahren zu den folgenden wesentlichen Streckensperren, die so effizient und kurz wie möglich gestaltet werden.

-        Von 11.07.2026 bis 10.10.2026 muss die Strecke zwischen Lieboch und Köflach komplett gesperrt werden. Ein entsprechender Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.

-        Im Jahr 2027 wird eine weitere Komplettsperre zwischen Lieboch und Köflach, voraussichtlich von 07.01.2027 bis 19.09.2027, notwendig. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.

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Elektrifizierung Steirische Westbahn
2 641 x 3 962 © ÖBB/Karl Heinz Ferk
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 45.500 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.