16.04.2026    2 Bilder

Land Niederösterreich und ÖBB führen in Klosterneuburg während der Sommerferien wichtige Investitionen durch

  • Sanierung Johanna-Tunnel im Zuge der B 14 Umfahrungsstraße Klosterneuburg
  • Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn zwischen Kritzendorf und St. Andrä-Wördern
  • REX-Züge halten zusätzlich in Klosterneuburg-Kierling und St. Andrä-Wördern

Im Bereich Klosterneuburg werden während der Sommerferien Bauarbeiten auf der Franz-Josefs-Bahn und der Umfahrungsstraße B14 gebündelt durchgeführt, um wichtige Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen.

ÖBB modernisieren zwischen Kritzendorf und St. Andrä-Wördern

Auf der Franz-Josefs-Bahn werden Oberbau, Gleisanlagen und Entwässerungen erneuert. Im Bahnhof St. Andrä-Wördern werden Kabeltröge erneuert und eine Lärmschutzwand im Bereich des Bahnhofs zum Schutz der Anrainerinnen und Anrainer gebaut. Die Hauptarbeiten werden im Juli und August durchgeführt. Die Vorarbeiten beginnen im Mai, Restarbeiten laufen bis 19. September 2026. Die ÖBB setzen alles daran, die Auswirkungen auf die Anrainer:innen so gering wie möglich zu halten. Dennoch kann es nachts und am Wochenende zu Lärm- und Staubentwicklung kommen.

Sanierung Johanna-Tunnel der B 14 Umfahrungsstraße Klosterneuburg

Im Johannatunnel in Klosterneuburg im Zuge der Landesstraße B 14 ist eine Generalsanierung der elektromaschinellen Ausstattung erforderlich. Die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen (Videoüberwachung, Beleuchtung, Notruf) sowie auch die Leittechnik werden aufgrund ihres Alters erneuert. Durch Auskleiden mit Lärmschutzpaneelen wird der Lärm im Tunnel verringert.

Die Projektpartner Land NÖ und ÖBB setzen auf ein gemeinsames Verkehrskonzept mit unterschiedlichen Verkehrsführungen in den einzelnen Bauphasen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. 

Für die Umsetzung der Straßen- und Tunnelbauarbeiten wird die gesamte Umfahrung Klosterneuburg im Zuge der B 14 im Juli 2026 für 3 Wochen komplett gesperrt sein. Im Anschluss ist die Umfahrung im Teilabschnitt von der Tieflage Kreisverkehr bis zur Einmündung Niedermarkt noch bis Mitte August 2026 gesperrt.

Für den Durchzugsverkehr ist eine großräumige Umleitung ab Höhe Tulln bzw. auf der S 5 / A 22 vorgesehen, für den lokalen Verkehr werden Umleitungen im Stadtgebiet über den Hauptplatz und Niedermarkt erfolgen. Es ist lokal nur eine Umleitung über die alte Streckenführung möglich.

Zusätzliche REX-Halte

Während der Gleisarbeiten der ÖBB von 04.07.2026, 02:00 Uhr, bis 07.09.2026, 02:00 Uhr, ist die Bahnstrecke zwischen Kritzendorf und St. Andrä-Wördern nur eingeschränkt verfügbar. Die REX-Züge (REX4/41) passieren die Baustelle auf einem Gleis, während auf dem zweiten Gleis gearbeitet wird. Zusätzlich halten in der Bauzeit drei REX-Züge pro Stunde und Richtung in den Bahnhöfen Klosterneuburg-Kierling und St. Andrä-Wördern. Diese Stopps sind nur während der Bauarbeiten möglich und garantieren Pendlern von/nach St. Andrä-Wördern und Klosterneuburg-Kierling weiterhin eine leistungsfähige Direktverbindung von/nach Wien mit der Bahn. So können auch Staus, die durch die Tunnelbaustelle im Zuge der B 14 Umfahrung Klosterneuburg entstehen, umgangen werden.

Umfangreiches Ersatzangebot mit Bahn und Bus

  • Ausgewählte REX-Züge halten während der Bauzeit zusätzlich auch an den Stationen Klosterneuburg-Kierling, St. Andrä-Wördern, Zeiselmauer-Königstetten, Muckendorf-Wipfing und Langenlebarn.
  • Die Züge der Linie S40 verkehren zwischen Wien und Klosterneuburg-Weidling sowie wieder ab Tulln/Donau. Die Züge der Linie R40 fallen im gesamten Zeitraum vollständig aus. Die ÖBB richten einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein:
  • Zwischen Klosterneuburg-Weidling und Tulln entfallen die S40-Züge. Auf diesem Abschnitt fährt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Klosterneuburg-Kierling und Tulln/Donau, der alle Stationen der Linie S40 bedient.
  • Die Verbindung zwischen Klosterneuburg-Kierling und Klosterneuburg-Weidling wird durch Regionalbuslinien – unter anderem die Linie 400 – sichergestellt.

Mobilitätseingeschränkten Fahrgästen, die für ihre Fahrt Unterstützung benötigen, wird dringend empfohlen, sich vor Reiseantritt mit dem ÖBB Kund:innenservice unter 05-1717-5 in Verbindung zu setzen, um eine barrierefreie Reisekette zu gewährleisten. 

Bauarbeiten in den Ferien sinnvoll

Um so wenige Pendler:innen wie möglich auf ihren täglichen Wegen zu beeinflussen, führen das Land NÖ und die ÖBB die Modernisierungsarbeiten während der Ferien- und Urlaubszeit durch.

Während der Stoßzeiten werden trotz Optimierung der Ampelschaltung Staubildungen zu erwarten sein. Insbesondere zwischen Sommerferienbeginn und Mitte August 2026 ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und Stau in Klosterneuburg zu rechnen. In dieser Zeit nur wirklich notwendige Fahrten zu unternehmen, hilft, die Verkehrssituation zu verbessern. Nähere Informationen folgen rechtzeitig vor Baubeginn.

Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG: „Die Bauarbeiten auf der Franz‑Josefs‑Bahn sind mit dem Land Niederösterreich abgestimmt. Dass gleichzeitig auch an der Umfahrung Klosterneuburg gearbeitet wird und beide Maßnahmen im Sommer umgesetzt werden, ist bewusst so gewählt: In der schulfreien Zeit können wir die Auswirkungen auf Pendlerinnen und Pendler geringer halten, als dies während des laufenden Schulbetriebs der Fall wäre. Dennoch ist uns bewusst, dass die Bauarbeiten für die Region eine Herausforderung darstellen. Umso wichtiger sind transparente Information und ein möglichst reibungsloser Ablauf. Die ÖBB bieten auch während der Bauarbeiten ein verlässliches Mobilitätsangebot und ersuchen um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.“

NÖ Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer: „Die Baumaßnahmen auf der Straße und Schiene sind eng abgestimmt, um der Bevölkerung ein bestmögliches Ersatzverkehrskonzept zu garantieren. Wir wollen die Dauer der Sperren so kurz wie möglich halten. Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeiten auf der Straße ist die umfassende Modernisierung des Johannatunnels, bei der wir veraltete Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen auf den neuesten Stand bringen. Die Verkehrssicherheit wird erhöht und die Lärmbelastung reduziert. Dafür investieren wir als Land Niederösterreich rund 1,4 Millionen Euro. Mir ist wichtig, dass die Menschen in der Region auch während der Bauphase verlässlich mobil bleiben und wir gleichzeitig die Infrastruktur so erneuern, dass sie langfristig sicher und leistungsfähig ist.“

Starke Infrastruktur für Klosterneuburg

Mit der Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn sowie der Generalsanierung der Straßenumfahrung Klosterneuburg investieren die ÖBB, das Land NÖ und Stadtgemeinde Klosterneuburg langfristig in die Mobilitäts- und Lebensqualität der Region. Die Projekte stärken den öffentlichen Verkehr, verbessern die Erreichbarkeit und erhöhen die Sicherheit für alle Menschen in der Region Klosterneuburg. Die Projektpartner ersuchen die betroffene Bevölkerung um Geduld und Verständnis während der Bauarbeiten.

Bilder (2)

Klosterneuburg-Kierling
3 872 x 2 592 © ÖBB, Christian Zenger
Gleisbau
2 000 x 1 334 © ÖBB, Zenz
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.