28.05.2026    4 Bilder 1 Dokument

Elektrifizierung Mattersburger Bahn: Intensive Bauphase mit Sperren von Bahnübergängen

Mit der Modernisierung der Mattersburger Bahn entsteht eine zentrale Grundlage für eine nachhaltige, leistungsstarke Mobilität in der Region. Bis 2027 werden moderne, barrierefreie Bahnhöfe errichtet und eine durchgehend elektrifizierte Strecke geschaffen – das bringt mehr Komfort, kürzere Reisezeiten und bessere Verbindungen für Pendler:innen. Ab Juni kommt es aufgrund der Bauarbeiten zu Sperren von Eisenbahnkreuzungen.

Die Arbeiten zur Attraktivierung der Mattersburger Bahn gehen in die nächste intensive Phase. Entlang der Strecke erfordern Bauarbeiten für die Unterführungen Sperren von Eisenbahnkreuzungen in Katzelsdorf sowie beim Bahnhof Neudörfl. Auch im Hauptbahnhof Wiener Neustadt stehen Maßnahmen für die Elektrifizierung der Mattersburger Bahn an. Bis 2027 wird die Strecke elektrifiziert, die Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert und barrierefrei ausgebaut und die Gleise erneuert. Die Strecke ist seit 9. Februar bis 12. Dezember 2026 gesperrt, ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Investiert werden knapp 143 Millionen Euro.

Aktuelle Arbeiten

Im Zuge der Bauarbeiten werden ab Juni Sperren von Eisenbahnkreuzungen erforderlich. Darüber hinaus finden im Raum Wiener Neustadt weitere bauliche Maßnahmen statt. 

Sperre Eisenbahnkreuzung L4090 / Sägewerksiedlung Katzelsdorf

Die Arbeiten zur Errichtung der Unterführung der L4090 (Sägewerksiedlung) in Katzelsdorf haben bereits begonnen. Für die Durchführung der Bauarbeiten ist es erforderlich, die Eisenbahnkreuzung für den gesamten Verkehr von 3. Juni bis 12. Dezember 2026 zu sperren.
Der Verkehr wird in Richtung bzw. aus Richtung Wiener Neustadt über die S4 (vignettenpflichtig) umgeleitet. Fahrzeuge ohne Vignette können alternativ über die L4090 via Lanzenkirchen oder über die Leithakoloniestraße ausweichen.

Zusätzlich ist es im Zeitraum von 14. bis 30. August 2026 notwendig, auch die Eisenbahnkreuzung Leithakoloniestraße beim Bahnhof Katzelsdorf zu sperren. In diesen beiden Wochen ist ein Ausweichen ausschließlich über die S4 bzw. die L4090 (via Lanzenkirchen) möglich. Die Zu- und Abfahrt für Anrainer:innen bleibt jederzeit gewährleistet.

Sperre Eisenbahnkreuzung Bahnhof Neudörfl

Beim Bahnhof Neudörfl laufen die Arbeiten zur Errichtung der Unterführung sowie zur Modernisierung des Bahnhofs auf Hochtouren. Für die Bauarbeiten wird die dortige Eisenbahnkreuzung von 22. Juni bis 12. Dezember 2026 für den gesamten Verkehr gesperrt.
Für die Zufahrt zum Fabriksgelände wird eine Umfahrung eingerichtet. Während der Sperre wird der Verkehr über die Bickfordstraße (unter Berücksichtigung der geltenden Einschränkungen) sowie über die S4 geführt.

Ramm- und Maststellarbeiten Wiener Neustadt

Im Bereich der Ausfahrt der Mattersburger Bahn aus dem Wiener Neustädter Hauptbahnhof (auf Höhe Unterführung B17/Neunkirchner Straße) sowie im Bereich des Bahnhofs selbst werden in den kommenden Wochen Oberleitungsmasten errichtet. Diese sind Voraussetzung für den künftigen elektrischen Bahnbetrieb.

Die Arbeiten finden zu folgenden Zeiten statt (witterungsbedingte Änderungen möglich):

  • Mittwoch, 3. bis Samstag, 6. Juni 2026 (durchgehend)
  • Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juni 2026 (jeweils 7:00 bis 18:00 Uhr)
  • Montag, 29. Juni bis Mittwoch, 1. Juli 2026 (jeweils 19:00 bis 4:00 Uhr)
  • Samstag, 4. Juli 2026 (7:00 bis 18:00 Uhr)

Die Oberleitungsmasten werden mittels Rammgeräten in den Boden eingebracht. Dabei kann es zu Erschütterungen und erhöhter Lärmentwicklung kommen. Zusätzlich werden im Rahmen des Ausbaus des Hauptbahnhofs Wiener Neustadt Anfang Juni Weichen eingebaut.

Die ÖBB sind bemüht, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Dennoch lassen sich Lärm- und Staubentwicklungen sowie Nachtarbeiten zur effizienten Umsetzung der Maßnahmen nicht vollständig vermeiden.

Investitionen in die Zukunft

Mit dem Ausbau der Schieneninfrastruktur schaffen die ÖBB nicht nur eine attraktive Alternative zum Individualverkehr, sondern steigern auch die Sicherheit durch die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen und deren Ersatz durch Unterführungen. Zudem investieren die ÖBB in die Neugestaltung der Bahnhöfe, den barrierefreien Ausbau sowie in Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen, um den Umstieg auf die Bahn so komfortabel wie möglich zu gestalten. Die Investitionen in eine zeitgemäße Infrastruktur bedeuten mehr Komfort für die Fahrgäste, weniger Emissionen, weniger Lärmbelastung und eine deutliche Verbesserung des regionalen Nahverkehrs – insgesamt ein wichtiger Schritt zur Mobilitätswende in der Region für eine nachhaltige Zukunft und zur Stärkung die Attraktivität des Burgenlands als Wohn- und Wirtschaftsstandort. infrastruktur.oebb.at/mattersburgerbahn

Projekt Modernisierung Mattersburger Bahn im Überblick

Maßnahmen:

  • Elektrifizierung der Strecke zw. Wiener Neustadt Hbf und Loipersbach-Schattendorf: Errichtung Oberleitung inkl. Schaltgerüste
  • Attraktivierung und Modernisierung Bahnhöfe Katzelsdorf, Neudörfl, Bad Sauerbrunn, Mattersburg Nord, Marz-Rohrbach, Loipersbach-Schattendorf durch Errichtung neuer Bahnsteige, Herstellung Barrierefreiheit und Erneuerung gesamte Bahnsteigausstattung
  • Herstellung einer Zweigleisigkeit im Bahnhof Wiener Neustadt Hbf. bis inkl. Katzelsdorf sowie im Bahnhof Loipersbach-Schattendorf
  • Auflassung u. Abtrag Eisenbahnkreuzung in der Sägewerksiedlung Katzelsdorf sowie der darauffolgenden Eisenbahnkreuzung (Güterweg/Euro Velo 9) und Ersatz durch Unterführung in der Sägewerksiedlung im Bereich Nelkengasse
  • Generalsanierung und Errichtung Schrankenanlage Eisenbahnkreuzung Leithakoloniestraße Katzelsdorf
  • Auflassung Eisenbahnkreuzung im Bahnhof Neudörfl und Ersatz durch Unterführung
  • Errichtung Schrankenanlage Eisenbahnkreuzung Reichelgasse Bad Sauerbrunn
  • Anpassung Wiesen-Sigleß Viadukt und Mattersburger Viadukt für die Montage der Oberleitung
  • Abtrag und Neubau der Straßenbrücke „Weingartenweg“ in Loipersbach sowie Abtrag Straßenbrücke Loipersbach-Maierhof (Güterweg)
  • Errichtung von erforderlichen Technikräumen, Schaltstationen und Technikgebäuden (elektronische Stellwerke) in den Bahnhöfen
  • Erneuerung Entwässerungsanlagen sowie Errichtung Kabeltröge, Rohrtrassen und Energie-/Beleuchtungsanlagen
  • Errichtung P&R- und B&R-Anlagen im Zuge der Umbaumaßnahmen in fünf Bahnhöfen

Vorteile:

  • Umweltfreundlicher Elektro-Betrieb mit 100% grünem Bahnstrom
  • Steigerung des Fahrgastkomforts durch Einsatz moderner, barrierefreier Fahrzeuge
  • Möglichkeit der Durchbindung von Zügen von Loipersbach-Schattendorf bis Wien ohne Umsteigen
  • Angenehme Aufenthaltsqualität an neuen, modernen Bahnhöfen und Haltestellen
  • Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen für einen einfachen und schnellen Umstieg auf die Bahn
  • Schaffen der Voraussetzung für einen Taktfahrplan mit Fahrplanverdichtung
  • Verkürzung der Reisezeit nach Wien für Pendler:innen
  • Reduktion der Lärmemissionen
  • Erhöhung der Sicherheit auf Straße und Schiene durch weniger Eisenbahnkreuzungen bzw. modernere Sicherungsanlagen

Bauzeit: 2025 – 2027


Bilder (4)

Neu gesetzte Oberleitungsmasten auf Höhe Wr. Neustadt
4 080 x 3 060 © ÖBB, Wallner
UF Neudörfl
4 080 x 3 060 © ÖBB, Deutinger
Viadukt Bad Sauerbrunn mit Betonfundamenten für Lift und Stiegen als Bahnsteigzugang
4 080 x 3 060 © ÖBB, Deutinger
QR Code Umleitungsgrafik Sperre L4090 Katzelsdorf - Wr. Neustadt
1 083 x 1 083
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.