Mit der Wiederfreigabe der Paschingerstraße/Eichenstraße L1227 ist ein sichtbarer Fortschritt beim Ausbau der Weststrecke erreicht.
(Marchtrenk, 17. April 2026) – Ein weitere Etappe beim viergleisigen Ausbau der Weststrecke istgeschafft: Die Unterführung L1227 Paschinger Straße/Eichenstraße in Marchtrenk wird am 17. April 2026 wieder für den Verkehr freigegeben. Die Öffnung erfolgte gemeinsam mit ÖBB-Projektleiter Heinz Dudek, Landesrat Günther Steinkellner und dem Marchtrenker Bürgermeister Paul Mahr vor Ort. Damit steht die wichtige Verkehrsverbindungen nach rund zehnmonatiger Sperre wieder uneingeschränkt und modernisiert zur Verfügung.
Die Unterführung war seit 10. Juni 2025 gesperrt, um umfassende Bauarbeiten im Zuge des Ausbaus der Weststrecke von zwei auf vier Gleise umzusetzen. Neben der Erweiterung der Bahntrasse wurde auch die Unterführung selbst neu errichtet, um den künftigen Anforderungen an Straße und Schiene gerecht zu werden. So wurde etwa der Kreuzungsbereich zur Buchkirchnerstraße neu gestaltet und entschärft.
Komplexe Bauarbeiten mit Rücksicht auf Bahnkund:innen
Im Zuge der Sperre wurde das bestehende Tragwerk der Unterführung vollständig abgetragen und erneuert. Um den Zugverkehr auf der stark frequentierten Weststrecke aufrechtzuerhalten, kamen Hilfsbrücken zum Einsatz. Zusätzlich wurde der Kreuzungsbereich Buchkirchnerstraße an die neue Situation angepasst.
Damit die Bauzeit kurz ist , wurde ein Teil des neuen Tragwerks abseits der Trasse vorgefertigt und im Anschluss eingeschoben. Dazu erklärt ÖBB-Projektleiter Heinz Dudek: „Die Neuerrichtung und Verbreiterung der Unterführung L1227 war ein technisch anspruchsvolles Projekt, das wir bei laufendem Betrieb mit rund 500 Zügen täglich auf der Weststrecke umgesetzt haben. Dank einer präzise Bauablaufplanung, den Einsatz von Hilfsbrücken sowie der Errichtung wesentlicher Tragwerksteile abseits der in Betrieb befindlichen Gleise konnte die Bauzeitauf ein Minimum reduziert werden."
Mehr Platz, mehr Leistungsfähigkeit, mehr Zukunftssicherheit
Mit der Wiederfreigabe der Paschingerstraße/Eichenstraße L1227 ist ein sichtbarer Fortschritt beim Ausbau der Weststrecke erreicht – ein weiterer Eckpunkt hin zu einer leistungsfähigen, modernen und nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur in Oberösterreich.
Der Ausbau von zwei auf vier Gleise zählt zu den zentralen Maßnahmen, um die Leistungsfähigkeit der Weststrecke nachhaltig zu erhöhen. „Vier Gleise öffnen den Engpass zwischen Linz und Wels. So entsteht ein besseres Zugangebot im oberösterreichischen Zentralraum“, ist sich Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner sicher. Die Anzahl an Zügen für Personen und Güter steigt. Die nötige Kapazität dafür schafft der viergleisige Ausbau von Linz aus Richtung Wels. Für Fahrgäste werden enorme Vorteile spürbar: ein dichteres S-Bahn-System im Raum Linz-Wels, ein integrierter Taktfahrplan und insgesamt ein besseres Angebot im Regional- und Schnellzugverkehr. Zusätzlich profitieren Fahrgäste von neuen, modernen und barrierefreien Haltestellen mit Park&Ride-Anlagen und ergänzt: “Solche Projekte zeigen, wie durch enge Zusammenarbeit von Bund, Land, Gemeinden und den ÖBB nachhaltige Lösungen für die Mobilität der Zukunft entstehen.“
Paul Mahr, Bürgermeister von Marchtrenk freut sich über die Wiederfreigabe: „Die Unterführung L1227 ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen unserer Stadt. Nach der langen Sperre ist die Wiederfreigabe eine große Erleichterung für die Bevölkerung und für den regionalen Verkehr. Gleichzeitig wird hier mit diesem Projekt in die Zukunft Marchtrenks investiert: mehr Leistungsfähigkeit und eine moderne Infrastruktur, die Straße und Schiene bestmöglich verbindet.“
Technische Eckdaten:
- Bauzeit: 10 Monate
- Adaptierung des umliegenden Straßennetzes
- Einsatz von 3 Hilfsbrücken
- Umsetzung bei vollem Bahnbetrieb
- ca. 1100 m³ Beton (nur Tragwerk ohne Baugrube bzw Hinterfüllungen etc...)
- Ca 125 Tonnen Baustahl wurden verbaut
- Gewicht für Querverschub ca. 2000 Tonnen