ÖBB: Startschuss für Bahnhofsumbau in Straßwalchen
- Reisende profitieren von neuen Bahnsteigen und Personendurchgang, überdachten Wartebereichen und modernen Informationssystemen
- Mehr Möglichkeiten im Nahverkehr, optimierte Abwicklung im Güterverkehr
- ÖBB, Land Salzburg und Gemeinde Straßwalchen investieren rund 65 Mio. Euro in Bahnhofsupgrade
- Radio-OT und Fotos im Downloadbereich dieser Presseinformation verfügbar
(Straßwalchen, 11. September 2026) – Mit dem offiziellen Spatenstich durch Landeshauptfrau Stellvertreter Stefan Schnöll, Bürgermeisterin Tanja Kreer und ÖBB-Infrastruktur Vorständin Judith Engel startete in Straßwalchen der Umbau des Bahnhofs zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt. Bis Ende 2028 wird der Bahnhof zeitgemäß adaptiert und mit einem neuen Personendurchgang, einer Bike&Ride-Anlage, zwei neuen Bahnsteigen mit Wartebereichen und Informationssystemen sowie verbesserten Anlagen für den Güterverkehr ausgestattet. Gemeinsam mit dem Land Salzburg und der Gemeinde Straßwalchen investieren die ÖBB insgesamt 65 Mio. Euro in den Umbau.
„Durch den Umbau machen wir den Bahnhof Straßwalchen moderner, sicherer und komfortabel zugänglich. Mit dem neuen Personendurchgang, zwei Inselbahnsteigen, witterungsgeschützten Wartebereichen und der Bike&Ride-Anlage erleichtern wir den Umstieg auf die Bahn und verbessern die Bedingungen für eine bequeme An- und Weiterreise“, freut sich Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.
„Der Neubau des Bahnhofs Straßwalchen ist der nächste Schritt der laufenden Modernisierungsoffensive. Durch die umfassende Modernisierung wird der öffentliche Verkehr im Flachgau noch attraktiver. Mit der zeitgemäßen Ausstattung der Verkehrsstation steigt auch die Lebensqualität der Menschen. Mit diesen Maßnahmen schaffen wir gemeinsam mit den ÖBB nicht nur einen zukunftsfitten Bahnhof, sondern stärken auch den öffentlichen Verkehr in der Region nachhaltig“, so Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.
"Die Gemeinde Straßwalchen profitiert mehrfach: Ein moderner Bahnhof mit sicheren Wegen zur Bahn und komfortablen Umsteigemöglichkeiten von Bus, Auto und Rad ist ein wichtiger Baustein für zukunftsfähige Mobilität in unserer Gemeinde. Gleichzeitig schaffen wir durch die Umgestaltung die Voraussetzungen für mehr Potenzial im Nahverkehr“, sagt Tanja Kreer, Bürgermeisterin der Gemeinde Straßwalchen.
Umbau bringt zahlreiche Vorteile für Reisende
Schon bald gehören die niedrigen und schmalen Mittelbahnsteige mit Zugang über die Schienen der Vergangenheit an: Zwei neue Bahnsteige mit 55 Zentimeter Kantenhöhe, ein Personendurchgang sowie überdachte Wartebereiche sorgen künftig für einen sicheren und komfortablen Zugang zu den Zügen. Neue Lautsprecher und digitale Informationseinrichtungen bieten Reisenden Fahrgastinformationen in Echtzeit. Der neue Bahnhof bringt auch unmittelbare Vorteile für Radfahrer:innen: Im Zuge einer Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes entsteht neben dem Eingang zum Personendurchgang eine neue Bike&Ride-Anlage mit 80 Stellplätzen. Die Umsteigemöglichkeit zum Bus wird im Zuge des Umbaus ebenfalls adaptiert und der Weg zur Bahn so noch besser mit der Reisekette verknüpft. Weiterhin erhalten bleibt die Park&Ride-Anlage. Im Nahbereich des Zuganges zum Personendurchgang werden acht Stellplätze der Park&Ride-Anlage mit Vorbereitungen für E-Ladeinfrastruktur ausgestattet. Jene Stellplätze, die im Zuge des Umbaus für die neuen Bushalte benötigt werden, werden durch Parkplätze im Bereich des bisherigen Bahnhofsgebäudes ersetzt.
Mehr Potenzial für Nah- und Güterverkehr
Der Umbau des Bahnhofs Straßwalchen bringt nicht nur Verbesserungen für Reisende am Bahnhof, sondern schafft darüber hinaus, in Abhängigkeit von weiteren Projekten wie der Neubaustrecke zwischen Köstendorf und Salzburg, das Potenzial für zukünftig mehr Angebot im Nahverkehr. Für eine effiziente Abwicklung werden die Güterverkehrsbereiche vom Reiseverkehr getrennt. Zusätzlich wird mit einem neuen elektronischen Stellwerk die technische Grundlage geschaffen, um zukünftig die Weichen und Signale des Bahnhofs von der Betriebsführungszentrale in Salzburg aus zu steuern. Um Güter noch besser von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen, werden auch die vorhandenen Anlagen wie das bestehende Ladegleis für den Güterverkehr adaptiert. Sie werden umgestaltet und an die aktuellen Bedürfnisse des Güterverkehrs angepasst, um eine effizientere Verladung von Gütern wie beispielsweise Holz zu ermöglichen.
Energie direkt am Dach
Eine besondere Verbindung aus Funktionalität und nachhaltigem Mehrwert bieten auch die neu geschaffenen Dachflächen: Um sie optimal auszunutzen, werden die Bahnsteigüberdachung und die Bike&Ride-Überdachung als eine der ersten im Bundesland Salzburg als Glasdach mit PV-Funktion ausgeführt. Zusätzlich wird auch das Dach des Technikgebäudes für die Nachrüstung mit einer PV-Anlage vorbereitet.
Bauen bei laufendem Betrieb
Der Großteil der Arbeiten erfolgt bei laufendem Zugverkehr und erfordert daher eine genaue technische und logistische Abstimmung. Für den neuen Personendurchgang werden temporäre Hilfsbrücken errichtet, zudem werden im Zuge der Gleisanpassungen die Eisenbahnbrücken an der Sportplatzstraße und der Waldhäuslstraße verbreitert. Auch die Stadelbergerstraße wird verlegt, wodurch ab September lokale Sperren und Umleitungen möglich sind. Über Einschränkungen im Straßenverkehr, welche mit der Gemeinde Straßwalchen abgestimmt werden, informieren die ÖBB zeitgerecht.
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Spatenstich Straßwalchen (vlnr: Bürgermeisterin Tanja Kreer, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll, ÖBB-Infrastruktur AG Vorständin Judith Engel
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.