06.03.2026    2 Bilder

ÖBB nehmen Gleichstellung ernst: Frauen verdienen weitgehend gleich viel wie Männer

  • Gender Pay Gap konzernweit bei nur 1,5 % - in Österreich bei 17,6 %
  • Steigerung des Frauenanteils von 11,7 % (2016) auf 17,5 % (2026)
  • ÖBB CFO Manuela Waldner: „Frauen gestalten die ÖBB bereits heute in allen Bereichen aktiv mit – vom Führerstand bis ins Management“

Erfreuliche Bilanz: Der Frauenanteil bei den ÖBB steigt stetig

(Wien, 6. März 2026) – Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März ziehen die ÖBB eine erfreuliche Bilanz: Bus und Bahn werden zunehmend weiblicher. Der Frauenanteil ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt aktuell konzernweit bei 17,5 Prozent. In den Führungspositionen zeigt sich der Aufwärtstrend noch deutlicher: 22,8 Prozent der Führungskräfte sind Frauen – mit weiter steigender Tendenz. Gleichzeitig setzen die ÖBB auch bei der Entlohnung ein starkes Zeichen: Der Gender Pay Gap im Konzern beträgt aktuell rund 1,5 Prozent und liegt damit deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt von rund 17,6 Prozent.

ÖBB mit minimalem Gender Pay Gap
Bei den ÖBB gilt seit jeher der Grundsatz „Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung“ – unabhängig vom Geschlecht. Das zeigt sich auch in der Praxis: Eine Triebfahrzeugführerin oder eine Zugbegleiterin verdient exakt so viel wie ihr männlicher Kollege. Der bestehende Gender Pay Gap resultiert zum Großteil aus strukturellen Effekten, wie unterschiedlichen Kollektivverträgen und dem relativen Anteil von Frauen gegenüber Männern in verschiedenen Berufsgruppen, wie zum Beispiel im Bauwesen. 
ÖBB CFO Manuela Waldner betont: „Frauen gestalten die ÖBB bereits heute in allen Bereichen aktiv mit – vom Führerstand bis ins Management. Gerade in technischen und betrieblichen Berufen, die lange als männerdominiert galten, möchten wir noch mehr Frauen für eine Karriere begeistern. Unser Anspruch ist ein Arbeitsumfeld, in dem Leistung zählt und alle die gleichen Chancen haben.”

Generationenwechsel: Frauen als Schlüssel für die Zukunft
Faire Rahmenbedingungen sind auch mit Blick auf die kommenden Jahre entscheidend. Bis 2030 werden die ÖBB jährlich rund 4.000 neue Mitarbeiter:innen aufnehmen. Ein wesentlicher Grund dafür ist der bevorstehende Generationenwechsel - in den nächsten Jahren geht rund ein Fünftel der Belegschaft in den Ruhestand. Deshalb braucht es eine neue Generation an Fachkräften und Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle. Digitalisierung und technologische Innovationen haben viele Tätigkeiten neu definiert und körperliche Anforderungen reduziert. Das eröffnet breitere Zugänge zu allen Berufsfeldern und schafft neue Chancen. Heute stehen Frauen bei den ÖBB sämtliche Karrierewege offen – von der Zugbegleiterin über Triebfahrzeugführerin bis hin zu Disposition und IT.

Das zeigt sich deutlich in den aktuellen Zahlen: Besonders stark ist der Anstieg bei eisenbahnspezifischen Berufen: Bei den Zugbegleiter:innen lag der Frauenanteil 2025 bereits bei 32,4 Prozent (2015: 9,9 Prozent), bei den Lokführer:innen bei 5 Prozent (2015: 2,2 Prozent)und bei den Buslenker:innen bei 9,9 Prozent (2015: 3,2 Prozent).

Vielfalt zeigt sich jedoch nicht nur in Zahlen, sondern auch im Arbeitsalltag. Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März rücken die ÖBB neben weiblichen Kolleginnen auch jene Mitarbeiter:innen in den Mittelpunkt, die Gleichberechtigung im Arbeitsalltag aktiv unterstützen. Ein Beispiel dafür ist Triebfahrzeugführer Bernhard, dessen Tochter Johanna ebenfalls diesen Beruf gewählt hat und seit drei Jahren erfolgreich als Lokführerin arbeitet – ihr Weg steht sinnbildlich für den Wandel hin zu mehr Vielfalt im Unternehmen. Mehr dazu unter diesem Link.

Damit diese Entwicklung langfristig gelingt, setzen die ÖBB auf ein breites Angebot an Programmen und Maßnahmen. Für Mitarbeiter:innengibt es unter anderem ein eigenes Frauennetzwerk, Coaching- sowie Laufbahnprogramme und die Möglichkeit, an einem Mentoring mit Manager:innen von anderen europäischen Bahnen teilzunehmen. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Eltern zu verbessern, gibt es bei den ÖBB Kinderbetreuungsangebote mit MINT-Schwerpunkten, flexible Arbeitszeiten, Home-Office und Jobsharing, bei dem sich zwei Kolleg:innen, die Teilzeit beschäftigt sind, eine (Führungs-)position teilen. Diese Maßnahmen basieren auf dem Frauen-Karriere-Index (FKi). Im Rahmen der Re-Indexierung 2025 konnte der ÖBB Konzern sein Ergebnis um fünf Indexpunkte steigern und liegt damit deutlich über dem Benchmark-Durchschnitt. Dieses Ergebnis bestätigt die Wirksamkeit und den nachhaltigen Erfolg der umgesetzten Maßnahmen.

“Wir sind mit der Steigerung unseres Frauenanteils auf dem richtigen Weg, aber aktuell noch immer weit von guter Vielfalt entfernt. Wir nutzen den Generationenwechsel, um Gegenwart und Zukunft der Mobilität gemeinsam zu gestalten – mit mehr Frauen in allen Bereichen des Konzerns von der Lokführerin, der Busfahrerin bis zur Gestalterin unserer AI-Infrastruktur. Denn wir wollen und können es uns schlicht auch nicht leisten, auf die Hälfte der Talente zu verzichten”, sagt Konzerngleichbehandlungsbeauftragte Traude Kogoj.

Frauen im Fokus: Thementag im ÖBB Job Shop am 19.03.
Darüber hinaus setzen die ÖBB mit einem eigenen Thementag am 19. März im Job Shop in Wien Mitte einen weiteren Impuls zur gezielten Förderung von Frauen im Berufsleben. Unter dem Motto „Frauen im Fokus“ erhalten Interessentinnen Einblicke in konkrete Berufsbilder sowie vielfältige Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. Role Models aus verschiedenen Unternehmensbereichen berichten über ihre persönlichen Karrierewege und Erfahrungen und zeigen, welche Chancen Frauen bei den ÖBB offenstehen. Expert:innen aus dem Bereich Diversity informieren über Maßnahmen zur Unterstützung von Frauen, während Recruiter:innen verschiedene Berufsbilder vorstellen und über den Bewerbungsprozess beraten. Alle Informationen zum Thementag gibt es auf unserer Karriereseite.

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Erfreuliche Bilanz rund um den Weltfrauentag
8 640 x 5 760 © ÖBB/Lukas Leonte
Bus und Bahn werden weiblicher
8 611 x 5 741 © ÖBB/Lukas Leonte
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.