30.04.2026    2 Bilder

ÖBB: Erste Storchenküken 2026 - Nachwuchs am Bahnhof Perg "angekommen"

  • Im Storchennest auf dem ÖBB-Funkmast sind die ersten Jungstörche Oberösterreichs geschlüpft
  • Videomaterial auf Anfrage möglich 

Im Storchennest auf dem ÖBB-Funkmast sind die ersten Jungstörche Oberösterreichs geschlüpft.

(Perg, 01. Mai 2026) - Am Bahnhof Perg gibt es wieder Grund zur Freude: Im Storchennest auf dem ÖBB-Funkmast sind die ersten Jungstörche Oberösterreichs geschlüpft. Bereits seit sechs Jahren hat ein Storchenpaar den 26 Meter hohen Mast als Zuhause ausgewählt. Damit die geschützten Tiere dort sicher nisten können und gleichzeitig der Bahnbetrieb reibungslos funktioniert, haben die ÖBB gemeinsam mit Behörden und Naturschutzorganisationen spezielle Maßnahmen umgesetzt.

Hoch hinaus für den Artenschutz

Störche lieben freie Sicht und hohe Landeplätze. ÖBB-Funkmasten bieten dafür ideale Bedingungen. So entschied sich das Storchenpaar bereits vor einigen Jahren für den Funkmast am Bahnhof Perg als Nistplatz. Um den Lebensraum der Tiere langfristig zu sichern, wurde hoch oben auf dem Mast eine eigens angefertigte Plattform montiert. Sie dient als stabile Unterlage für das Nest, schützt die technische Infrastruktur vor Verunreinigungen und stellt gleichzeitig sicher, dass die Funktechnik weiterhin betriebssicher genutzt werden kann.

Artenschutz und Infrastruktur im Einklang

Sobald sich Störche ansiedeln, steht ihr Nest unter Schutz und muss im Originalzustand erhalten bleiben. Die ÖBB arbeiten deshalb auch in Perg eng mit Behörden und Naturschutzorganisationen zusammen. Eine mögliche Umsiedelung der Tiere wurde geprüft, war jedoch nicht umsetzbar: Dafür hätte sich im Umkreis von 20 Metern ein gleichwertiger Standort befinden müssen, was am Bahnhof Perg nicht gegeben war. Mit der Plattform konnte daher eine optimale Lösung im Sinne des Artenschutzes gefunden werden.

Behutsame Arbeiten vor der Brutsaison

Noch vor Beginn der Brutsaison im März wurde das Nest mit einem Autokran vorsichtig heruntergehoben. Anschließend demontierten Fachkräfte die Antennen des Funkmastes und montierten die speziell angefertigte Plattform in luftiger Höhe. Danach wurden die Antennen wieder fachgerecht angebracht und das gereinigte Nest sicher auf der Plattform verankert.

Willkommen im Storchennest

Wer einen Blick in das Leben der gefiederten Bewohner werfen möchte, kann das online tun: Unter http://infrastruktur.oebb.at/stoerche bieten zeigen Bildergalerien und die österreichweit erste ÖBB-Storchenkamera seit 2023 das Leben im Nest am Bahnhof Perg – vom Nestbau über die Brutzeit bis hin zur Aufzucht der Jungtiere.

Wilde Zeiten im Nest

Während des ersten Lebensmonats werden die Jungstörche ständig von einem Elternteil bewacht. Nach rund zwei Monaten werden die Nesthocker flügge, bleiben aber noch einige Wochen in der Obhut ihrer Eltern. Mit etwa zweieinhalb Monaten sind die jungen Störche selbständig, wenig später trennen sie sich von den Elterntieren. Störche können dabei ein Alter von über 20 Jahren erreichen.

Die große Reise – oder doch lieber zuhause bleiben

Ab Anfang August schließen sich die jungen Störche erstmals den Zugbewegungen Richtung Süden an. Dann kehrt wieder Ruhe im Nest ein. Die Elterntiere hingegen bleiben mittlerweile oft auch über den Winter in Österreich. Die Überwinterung hierzulande hat sich in den vergangenen Jahren bewährt – und so fühlt sich das Storchenpaar am Bahnhof Perg offenbar auch in der kalten Jahreszeit zuhause.

Bilder (2)

Störche Perg
1 348 x 802 © ÖBB/Helminger
Störche Perg
1 396 x 796 © ÖBB/Helminger
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.