22.01.2026    1 Bild

ÖBB bieten in Oberösterreich trotz Bauarbeiten der DB ein verlässliches Angebot

  • Streckensanierungen in Bayern starten im Februar
  • Umleitung von Güterzügen zur Sicherstellung der Versorgung der österreichischen Industrie
  • Weiterhin verlässliches Angebot für Pendler:innen in Oberösterreich

ÖBB bieten trotz Bauarbeiten der DB ein verlässliches Angebot

(Linz, 22. Jänner 2026) – Bauarbeiten der Deutschen Bahn (DB) haben ab 7. Februar 2026 Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Oberösterreich. Während der Sanierungen der Bahnstrecken Regensburg – Nürnberg sowie anschließend Passau – Obertraubling bei Regensburg werden diese Streckenabschnitte vollständig gesperrt. Um die österreichische Industrie weiterhin zuverlässig versorgen zu können, müssen Güterzüge aus bzw. nach Deutschland großräumig umgeleitet werden. Eine der wichtigsten Umleitungen führt dabei über die Weststrecke zwischen Salzburg und Linz.

7. Februar bis 13. Juni: Reduziertes Angebot über Passau

Von 7. Februar bis 13. Juni 2026 sperrt die DB den Abschnitt Regensburg – Nürnberg komplett. Das betrifft alle Züge, die von Österreich über Passau nach Deutschland fahren und retour. Im Fernverkehr führt das zu einem eingeschränkten Angebot über Passau und zu längeren Fahrzeiten. 

  • Ein Teil der Züge (3 ICE-Verbindungen pro Tag und Richtung) wird über Ingolstadt umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Fahrzeit um rund 60 Minuten.
  • Alle weiteren Verbindungen der ICE-Linie zwischen Wien und Nürnberg entfallen im genannten Zeitraum.
  • Für Fahrgäste nach bzw. von Deutschland wird München Hbf zu einem noch wichtigeren Umsteigeknoten, um Ziele innerhalb Deutschlands zu erreichen. Zusätzlich zum Zwei-Stunden-Takt Budapest – Wien – München (RJX-Linie) verstärkt ein zusätzliches ICE-Zugpaar von Wien über Passau nach München und retour das Angebot.
  • Die Nightjet-Verbindungen Wien – Hamburg/Amsterdam und retour werden großräumig umgeleitet. 

14. Juni bis 12. Dezember: Fahrplanänderungen in Oberösterreich und Salzburg
Im Anschluss an die Bauarbeiten zwischen Regensburg und Nürnberg sperrt die Deutsche Bahn in einer zweiten Bauphase von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 die Strecke zwischen Passau und Obertraubling bei Regensburg. Diese Sperre hat spürbare Auswirkungen sowohl auf internationale Bahnverbindungen als auch auf den Bahnverkehr innerhalb Österreichs.
Während der Bauarbeiten müssen täglich rund 80 Güterzüge über die Weststrecke umgeleitet werden, die normalerweise über Passau fahren. Durch die hohe Auslastung verlängert sich die Fahrzeit im Fernverkehr zwischen Salzburg und Innsbruck sowie zwischen Salzburg und München in beiden Richtungen um etwa 15 Minuten. Fahrgäste auf der Strecke zwischen Wien und Vorarlberg müssen mit rund 30 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen.

ÖBB und Westbahn passen in einem gemeinsam abgestimmten Konzept ihr Fernverkehrs-Angebot zwischen Linz und Salzburg zugunsten des Nahverkehrs an. Zwischen Linz und Salzburg bestehen weiterhin halbstündliche Fernverkehrsverbindungen. Insgesamt entfallen täglich 18 Fernverkehrszüge von ÖBB und Westbahn ganz oder teilweise. 

Dadurch werden die Einschränkungen im Nahverkehr in den Ballungsräumen Salzburg und Linz reduziert: Die REX-Linie 70 entfällt zwischen Linz und Attnang-Puchheim, die Linie R21 kann ab 7:30 Uhr bis Betriebsschluss nicht zwischen Neumarkt am Wallersee und Salzburg Hbf fahren. Zwischen Salzburg Hbf und Freilassing kommt es zu Anpassungen bei Zügen der Linien S2 bzw. REX21. Auf allen genannten Abschnitten bleiben die Regionen weiterhin gut erreichbar – Fahrgäste gelangen mit Umstieg wie gewohnt an ihr Ziel. Die ÖBB werden rechtzeitig über die Details zu den Fahrplanänderungen ab Sommer 2026 informieren. 

Übergangsphase zu mehr Pünktlichkeit und Leistungsfähigkeit
Die umfangreichen Sperren der Deutschen Bahn stellen sicher, dass künftig auch in Deutschland eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur für den Bahnverkehr zur Verfügung steht – mit langfristigem Nutzen für den Bahnverkehr in Österreich und ganz Europa. Die ÖBB arbeiten eng mit der DB zusammen, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Gemeinsames Ziel ist es, die Mobilität für Pendler:innen, Reisende und die Wirtschaft bestmöglich aufrecht zu erhalten. Das Angebot auf der Weststrecke bleibt während der Einschränkungen weiterhin hoch und dicht, sowohl im Nahverkehr als auch im Fernverkehr.

Weitere Informationen zu den Baustellen in Deutschland und die Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Österreich: https://www.oebb.at/de/fahrplan/baustelleninformation/bauarbeiten-deutsche-bahn

 

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8 192 x 5 464 © ÖBB/Harald Eisenberger
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 45.500 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.