28.09.2026    2 Bilder

Grünes Licht für den Rückkauf des Bahnhofs Wien Mitte

  • Aufsichtsrat stimmt dem Ankauf des Komplexes Wien Mitte zu
  • Bahnanlagen und Immobilie nach über zwanzig Jahren wieder in einer Hand

Wie Mitte von außen

(Wien, 02. Oktober 2026) – Grünes Licht für den Rückkauf des Bahnhofs Wien Mitte: Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat heute dem Ankauf zugestimmt. 2005 wurde die ÖBB Liegenschaft an die damalige Bank Austria Creditanstalt-Gruppe verkauft, die sie ihrerseits weiterverwertet hat. Verkäufer ist nun eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Die Übernahme umfasst auch das Shoppingcenter und die Büroflächen am Bahnhof. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter den üblichen Bedingungen und ihr Vollzug ist – nach fusionskontrollrechtlicher Freigabe durch die Wettbewerbsbehörde – für Ende Dezember vorgesehen. Damit werden Bahnanlagen und Immobilie nach über zwanzig Jahren wieder in einer Hand zusammengeführt.

Wien Mitte ist gemessen an den Fahrgästen der viertgrößte Bahnhof Österreichs und einer der wichtigsten Verkehrsknoten des Landes: Fünf Schnellbahnlinien, der Flughafenzug CAT, zwei U-Bahn-Linien sowie Straßenbahn- und Buslinien treffen hier aufeinander. Täglich halten 575 Züge, rund 75.000 Menschen steigen ein, aus oder um.

Mehr Handlungsspielraum für den Bahnhof
Bahnanlagen und Gebäude sind baulich und technisch eng miteinander verbunden. Anpassungen an Zugängen, Stiegen, Belüftung oder Leitungen mussten in den letzten Jahren immer mit den Eigentümern abgestimmt werden. Künftig können die ÖBB die Entwicklung des Standorts aus einer Hand steuern: von der Wegeleitung über die technische Ausstattung bis zu den Flächen über den Gleisen. Das schafft Handlungsspielraum für die kommenden Jahrzehnte, in denen die S-Bahn-Stammstrecke mehr Züge aufnehmen wird.

Zukünftig soll die Funktion des Bahnhofs wieder stärker im Namen, an den Zugängen und in der Gestaltung deutlicher erkennbar sein. Für Mieterinnen und Mieter ändert sich nichts: Alle bestehenden Verträge gelten unverändert weiter.

Ein Standort mit langer Geschichte
1848 wurde der Bahnhof als Bahnhof Hauptzollamt eröffnet, 1934 ging er in das Eigentum der Bahn über. Ab den späten 1950er-Jahren wuchs über den Gleisen Schritt für Schritt ein eigenes Stück Stadt: erst ein Bürogebäude, dann Markthalle und Busbahn-hof. 2005 wurde die ÖBB Liegenschaft an die damalige Bank Austria Creditanstalt-Gruppe verkauft.

Errichtet wurde der heutige Komplex von der Wien Mitte Immobilien GmbH, je zur Hälfte im Eigentum von BAI und Bank Austria: 2007 war Spatenstich, 2012 die Teileröffnung, im April 2013 ging der Standort vollständig in Betrieb. 2015 verkaufte die Bank Austria den Komplex an eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Mit dem Rückkauf durch die ÖBB kehrt die Liegenschaft nach über zwanzig Jahren zur Bahn zurück.

Bilder (2)

Wien Mitte
2 048 x 1 152 © ÖBB/Emilie Weipert
Wien Mitte 2
2 048 x 1 152 © ÖBB/Emilie Weipert
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter an ihr Ziel gebracht. Der Strom für ÖBB Züge und Bahnhöfe in Österreich stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr im Jahr 2025 zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von rund vier Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte (Rahmenplan 2027-2032) bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen Menschen und Güter verlässlich an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.