04.09.2026    4 Bilder 1 Dokument

Züge fahren wieder im Norden von Wien: Nächste Phase des S-Bahn Wien Upgrades startet

  • Planmäßige Inbetriebnahme des Nordabschnitts der Wiener Stammstrecke zwischen Wien Praterstern und Wien Floridsdorf trotz Kabelbrands
  • Offizieller Start der Hauptsperre mit Schulbeginn am 7. September 2026
  • Umfassendes Mobilitätsangebot für Fahrgäste während der Hauptsperre

Am 7. September startet die Hauptsperre

(Wien, 4. September 2026) – Die ÖBB haben einen weiteren Meilenstein beim Programm S-Bahn Wien Upgrade erreicht: Mit Ende der Sommersperre zwischen Wien Praterstern und Wien Floridsdorf sowie auf den Nordästen Richtung Jedlersdorf, Gerasdorf und Süßenbrunn wird das neue digitale Zugsicherungssystem ETCS erfolgreich und planmäßig in Betrieb genommen. Damit sind die technischen Voraussetzungen geschaffen, um den Bahnverkehr künftig noch leistungsfähiger, stabiler und zuverlässiger zu gestalten.

Besonders bemerkenswert: Die Inbetriebnahme erfolgt trotz des Kabelbrands am 13. August in einem Schacht vor dem Stellwerk am Praterstern, welcher wenige Wochen vor Abschluss der Arbeiten zusätzliche Herausforderungen mit sich brachte. Durch den Einsatz von zahlreichen Mitarbeiter:innen und Auftragnehmer:innen konnten die Schäden behoben und der ambitionierte Zeitplan Im Nordabschnitt trotzdem eingehalten werden.

„Der Kabelbrand hat sowohl unsere Fahrgäste als auch unsere Mitarbeiter:innen vor enorme Herausforderungen gestellt. Ich bedanke mich beim Projektteam und allen Partner:inen für den unermüdlichen Einsatz und vor allem auch bei unseren Kund:innen für ihr Verständnis in dieser Ausnahmesituation. Es freut mich daher nun umso mehr, dass wir mit der erfolgreichen ETCS-Inbetriebnahme im Abschnitt Wien Praterstern – Wien Floridsdorf nun eine hochmoderne und leistungsfähige Infrastruktur bereitstellen können. Damit schaffen wir die Grundlage für die digitale Zukunft der Wiener S-Bahn und einen noch zuverlässigeren Bahnverkehr für unsere Fahrgäste“, so Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.

Mehr Kapazität und Stabilität
Mit ETCS Level 2 beginnt auf dem Nordabschnitt der Wiener Stammstrecke ein neues Kapitel der digitalen Bahnsteuerung. Das europäische Zugsicherungssystem überwacht Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und Zugabstände kontinuierlich und ermöglicht langfristig eine bessere Ausnutzung der bestehenden Infrastruktur. Das schafft die Voraussetzung für dichtere Zugintervalle, höhere Kapazitäten und einen noch stabileren Betrieb.

Schulstart und Beginn der Hauptsperre
Mit Schulbeginn am 7. September startet offiziell die nächste große Bauphase des Programms S-Bahn Wien Upgrade. Im Rahmen der Hauptsperre zwischen Wien Hauptbahnhof / Wien St. Marx und Wien Praterstern erneuern die ÖBB in diesem Abschnitt bis Ende Oktober 2027 u.a. die Viadukte im 2. Bezirk, Einschnittsmauern und Brücken, verlängern Bahnsteige, modernisieren die Haltestellen Wien Rennweg und Wien Quartier Belvedere sowie die gesamte Schieneninfrastruktur. All diese Maßnahmen sind nur während einer Komplettsperre möglich und tragen dazu bei, dass künftig moderne und auch längere Züge auf der Strecke unterwegs sein können. Das bedeutet ein höheres Sitzplatzangebot und mehr Komfort für die Fahrgäste.

Damit die Fahrgäste auch während der Zeit der Sperre mobil bleiben, wurden gemeinsam mit den Wiener Linien und basierend auf der umfassenden Analyse des Österreichischen Instituts für Raumplanung zahlreiche kapazitätssteigernde Maßnahmen im Wiener Öffi-Netz gesetzt. So stehen Fahrgästen unterschiedlichste Alternativverbindungen zwischen Wien Hbf und Wien Praterstern zur Verfügung. Darüber hinaus gewährleisten die Umleitungen der Linien REX1 und REX7 für Pendler:innen aus Niederösterreich gute Anbindungen an zusätzliche, wichtige Verkehrsknoten und das hochrangige U-Bahn-Netz. Im Detail stehen folgende zusätzliche Angebote zur Verfügung:
  • Taktverdichtungen auf den U-Bahn-Linien U1, U2 und U4
  • Direktshuttlebus SH6: Als zusätzliche leistungsfähige Anbindung an die U4 und zur Entlastung der U6 wurde zwischen Bahnhof Wien Meidling (Abgang Eichenstraße) und U4/U6-Station Längenfeldgasse ein Shuttlebus ohne Zwischenstopps eingerichtet.
  • Zusätzliche Kapazitäten auf der Straßenbahnlinie O durch den ausschließlichen Einsatz von Langfahrzeugen, unterstützt von Bevorrangungs- und Beschleunigungsmaßnahmen im Straßenverkehr
  • Verlängerung der Linie 18 von U3 Schlachthausgasse bis U2 Stadion, direkte Anbindung an die S7 Richtung Flughafen in St. Marx
  • Umleitung der Straßenbahnlinie 62 von Meidling über Matzleinsdorfer Platz, Hauptbahnhof bis Quartier Belvedere zur Verstärkung der Linie 18;
Detailinformationen zu Einschränkungen, Alternativangeboten sowie Ticketanerkenntnis während der Hauptsperre finden Sie unter www.oebb.at/stammstreckensperren.

Geänderte Routen zum Flughafen Wien
Während der Sperre der S-Bahn Wien Stammstrecke bleibt die Anbindung zum Flughafen Wien weiterhin sichergestellt. Das Angebot wird jedoch angepasst: Neben den Fernverkehrszügen sorgt der umgeleitete REX7 zwischen Wien Hbf und dem Flughafen für zusätzliche Verbindungen. Dadurch entstehen vorübergehend sogar Direktverbindungen unter anderem nach Wien Liesing und Mödling. Die Flughafenschnellbahn S7 wird bis bzw. ab Wien St. Marx kurzgeführt, da aufgrund der Modernisierungsarbeiten die Stationen Wien Rennweg und Wien Mitte nicht angefahren werden können.
Der City Airport Train (CAT) bietet während der Hauptsperre Ersatzbusse zwischen Wien Mitte und Flughafen in höherer Frequenz – bis zu 5 Mal pro Stunde und Richtung – an. Zusätzlich hat auch der ÖBB Postbus sein bestehendes Angebot der Vienna Airport Busse erweitert und bietet, ergänzend zu den bekannten Verbindungen von Donauzentrum, Schwedenplatz und Wien Westbahnhof, nun auch zusätzliche Flughafenverbindungen ab Wien Praterstern und Karlsplatz an. Damit bleibt der Flughafen Wien weiterhin schnell und bequem erreichbar.

Umfassende Informationskampagne
Um Fahrgäste bestmöglich über die Einschränkungen und verfügbaren Alternativen zu informieren, wurde bereits im Februar eine großangelegte Kommunikationsinitiative gestartet. Infofolder, Plakate, Monitoranzeigen und Lautsprecherdurchsagen in der gesamten Ostregion – sowohl auf den Bahnhöfen als auch in den Zügen – stellten eine breite Information sicher. Ergänzt wurde dies durch Inserate in reichweitenstarken Medien sowie eine begleitende Informationskampagne in den sozialen Medien. Um die Fahrgäste in den ersten Wochen bei der Umstellung und Orientierung zu unterstützen, sind an relevanten Umsteigeknoten Kundenlenker:innen im Einsatz.

Bilder (4)

Hauptsperre_Wegeleitung
4 032 x 3 024 © ÖBB
Hauptsperre der Wiener Stammstrecke
2 040 x 1 530 © ÖBB
Hauptsperre
1 280 x 720 © ÖBB
Hauptsperre Wien und NÖ
3 508 x 4 961 © ÖBB
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.