(Innsbruck, 11. September 2026) – Modernste Bahntechnik und zusätzliche Streckenkapazitäten stehen auf der Eisenbahn-Neubaustrecke im Tiroler Unterinntal zwischen Kundl und Baumkirchen zur Verfügung. Rund um die Uhr haben Bautrupps in den vergangenen 64 Tagen gearbeitet, um die neue Unterinntalbahn zu einer der modernsten Bahnstrecken Europas zu machen. Ab sofort verwenden alle Züge in den beiden rund 16 Kilometer langen Tunneln nur mehr das digitale Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System). Die bisher verwendeten Lichtsignale haben ausgedient und wurden abgebaut. Zusammen mit einer zusätzlichen Blockverdichtung können damit noch mehr Züge auf der Neubaustrecke fahren. Alle wesentlichen Bauarbeiten sind pünktlich mit Schulbeginn abgeschlossen.
Zusätzliche Kapazität durch neue Überholmöglichkeit Um auch Überholvorgänge von Zügen auf der Neubaustrecke am Nordzulauf zum Brenner Basistunnel zu erleichtern, haben die ÖBB in Kooperation mit der Brenner Basistunnel SE auf der Tunnelstrecke in Vomp einen neuen Überholbahnhof ausgerüstet und in Betrieb genommen. Der Tunnel wurde bereits während der Rohbauarbeiten vor rund zwanzig Jahren für das „Upgrade“ vorbereitet. Nun erfolgte der Einbau von Weichen, Gleisen und Bahntechnik. Zukünftig können langsamere Güterzüge im Bahntunnel ausweichen, wenn zum Beispiel ein schnell fahrender Personenzug im Fernverkehr freie Fahrt benötigt.
Ab Montag: Einschränkungen im Regionalverkehr beendetDie ÖBB danken den Anrainer:innen der Baustellen und der Bestandstrecke sowie den Fahrgästen besonders für ihre Geduld und ihr Verständnis. Aufgrund der Arbeiten konnten während der Sommerferien die Züge nur auf der oberirdischen Bestandstrecke fahren. Längere Reisezeiten und der Ausfall von Zughalten im Regionalverkehr waren die Folgen der Bauarbeiten. Ab Schulbeginn werden die S-Bahnen wieder wie gewohnt im Halbstundentakt zwischen Innsbruck und Jenbach verkehren. Aufgrund laufender Arbeiten im Netz der Deutschen Bahn ist im Personenfernverkehr aber weiterhin mit Behinderungen zu rechnen. Aktuelle Informationen zu allen Bahnverbindungen finden Reisende in der elektronischen Fahrplanauskunft SCOTTY. Die ÖBB ersuchen die Reisenden, sich vor Fahrtantritt zu informieren.
Zahlen, Daten, Fakten
- 64 Tage Gesamtbauzeit (Terfener- und Münsterertunnel)
- 8 neue Weichen
- 2.000 Meter Gleisbau, Typ Feste Fahrbahn (keine Schotterbettung)
- 25.000 Meter Kabel verlegt
- 800 Meter Oberleitung
- 75 Mess- und Testfahrten