10.08.2026    5 Bilder 1 Video

Streckenmodernisierung Feldkirch – Buchs: Zur Halbzeit alles auf Schiene

  • Rund die Hälfte der Bauarbeiten auf der internationalen Bahnstrecke zwischen Österreich, Liechtenstein und der Schweiz geschafft 
  • Neue Haltestelle Feldkirch Tosters, moderne Bahnhöfe und sichere Eisenbahnkreuzungen bringen mehr Komfort und Barrierefreiheit 
  • Einsatz von Großbaumaschinen sorgt für effiziente Umsetzung und möglichst kurze Bauzeit 

Begenz,  10.08.2026 – Das größte grenzüberschreitende Bahnprojekt der Region erreicht einen wichtigen Meilenstein: Auf der Bahnstrecke Feldkirch – Buchs ist rund die Hälfte der insgesamt rund 120-tägigen Bauphase geschafft. Seit Mitte Juni arbeiten die ÖBB gemeinsam mit ihren Partnern in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz intensiv an der Modernisierung der rund 18 Kilometer langen Strecke. Die bisherigen Arbeiten verlaufen plangemäß, zahlreiche Bauabschnitte konnten bereits erfolgreich umgesetzt werden: 

Liechtenstein und Schweiz: Die Brücken zwischen Schaan und Buchs haben bereits wieder Tragwerke. Die zweite Phase der Erneuerung des Korrosionsschutzes der Buchser Rheinbrücke ist voll im Gange. Im Bahnhof Nendeln wurde die erste Weiche bereits verlegt und die neuen Bahnsteige sind gerade am Entstehen. Die Arbeiten bei den Signalanlagen der neun Eisenbahnkreuzungen sind schon weit fortgeschritten. Auch die Bahnübergange Sportfeldstraße und Rheinstrasse können bald wieder dem Verkehr übergeben werden. 

Österreich: Bei der Haltestelle Tosters sind die Betonierarbeiten beinahe abgeschlossen, die Entwässerung ist verlegt und die Vorarbeiten für den Einsatz der Gleisbaumaschinen sind abgeschlossen. 

Modernisierung der gesamten Strecke 

Das Bauprojekt umfasst Maßnahmen in drei Ländern und zählt damit aktuell zu den bedeutendsten Infrastrukturvorhaben in der Region. Entlang der Strecke werden insgesamt 3,6 Kilometer Gleisanlagen und Unterbau erneuert, zehn Eisenbahnkreuzungen in Österreich und Liechtenstein modernisiert sowie vier Brücken ersetzt, über die teilweise bereits seit rund 100 Jahren Züge rollen. Die neuen Brückentragwerke erreichen zusammen eine Länge von rund 101 Metern. Bei der Buchser Rheinbrücke wird bis Mitte Oktober der gesamte Korrosionsschutz erneuert. 

Neue Bahnhöfe und Haltestellen 

Besonders sichtbar sind die Veränderungen in Feldkirch: Mit der neuen Haltestelle Feldkirch Tosters entsteht ein attraktiver neuer Zugang zur Bahn. Ergänzt wird diese durch eine moderne Personenunterführung. Gleichzeitig wird die bestehende Haltestelle Feldkirch Tisis aufgelassen. 

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt in Liechtenstein. Der Bahnhof Nendeln wird umfassend modernisiert und an die Anforderungen eines zeitgemäßen Bahnverkehrs angepasst. Künftig stehen Reisenden vier neue barrierefreie Zugänge, zwei neue 120 Meter lange Bahnsteige mit Witterungsschutz sowie niveaugleichem Einstieg in die Züge über 55 Zentimeter hohe Bahnsteigkanten zur Verfügung. 

Zusätzlich werden digitale Fahrgastinformationen, witterungsgeschützte Wartebereiche sowie neue Signal- und Stellwerksanlagen errichtet. Damit wird der Bahnhof deutlich komfortabler, sicherer und leistungsfähiger. 

Gleisbaumaschinen sorgen für effiziente Umsetzung 

Bald prägen Spezialmaschinen das Bild entlang der Baustelle, vor allem im Raum Feldkirch. Von Mitte August bis Ende September kommen unter anderem Untergrundsanierungsmaschinen, Schnellumbauzüge und Gleisstopfmaschinen zum Einsatz. Diese ermöglichen es, Gleise und Unterbau besonders effizient zu erneuern und die Bauzeit möglichst kurz zu halten. Die Maschinen sind entlang verschiedener Streckenabschnitte im Einsatz und leisten einen wesentlichen Beitrag zur raschen Umsetzung des Projekts.  

Während der Arbeiten kann es zeitweise zu Lärm- und Staubentwicklung kommen. Die ÖBB bedanken sich bei den Anrainer:innen für ihr Verständnis und ihre Geduld.  

Mit dem Ausbau der Strecke Feldkirch–Buchs wird der öffentliche Verkehr über Landesgrenzen hinweg gesichert und die Grundlage für ein attraktives, klimafreundliches Mobilitätsangebot geschaffen. 

Zahlen, Daten, Fakten 

  • 18 Kilometer Streckenlänge 
  • Grenzüberschreitendes Projekt in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz 
  • Neue Haltestelle Feldkirch Tosters 
  • Neue Personenunterführung in Tosters mit zwei Aufzügen 
  • Auflassung der Haltestelle Feldkirch Tisis 
  • Modernisierter, barrierefreier Bahnhof Nendeln 
  • Vier neue Brücken als Ersatz für Bauwerke mit bis zu 100 Jahren Nutzungsdauer 
  • 101 Meter neue Brückentragwerke 
  • Kompletterneuerung des Korrosionsschutzes der Buchser Rheinbrücke 
  • 10 modernisierte Eisenbahnkreuzungen (1 Österreich, 9 Liechtenstein) inkl. Neubau des elektronischen Stellwerkes in Nendeln 
  • 3,6 Kilometer erneuerte Gleis- und Unterbauanlagen 
  • rund 120 Tage Gesamtbauzeit zuzüglich nachfolgenden Restarbeiten 

Bilder (5)

Streckenmodernisierung Feldkirch-Buchs
4 000 x 2 665 © ÖBB/Sailerbrothers
Streckenmodernisierung Feldkirch-Buchs
4 000 x 2 665 © ÖBB/Sailerbrothers
Streckenmodernisierung Feldkirch-Buchs
4 000 x 2 668 © ÖBB/Sailerbrothers
Streckenmodernisierung Feldkirch-Buchs
4 000 x 2 667 © ÖBB/Sailerbrothers
Streckenmodernisierung Feldkirch-Buchs
4 000 x 2 667 © ÖBB/Sailerbrothers

ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.