Rund 8.000 Railjet-Fahrten von Wien nach Linz erzeugt die PV Anlage
(Linz, 13. Oktober 2026) - Die ÖBB nehmen in Asten/Enns ihre bislang größte Photovoltaikanlage zur Erzeugung von Bahnstrom in Betrieb. Insgesamt 37.764 Photovoltaikmodule erzeugen auf einer Fläche von rund 20 Hektar jährlich knapp 24 GWh Strom. Dieser wird über das nahegelegene Unterwerk Asten direkt in das Bahnstromnetz eingespeist und steht damit unter anderem für den Zugverkehr auf der Weststrecke zur Verfügung. Die erzeugte Strommenge entspricht rechnerisch dem Energiebedarf von rund 8.000 Railjet-Fahrten zwischen Wien und Linz pro Jahr.
Größte ÖBB PV-Anlage für 16,7 Hz Bahnstrom
Mit der neuen Anlage in Asten/Enns erweitern die ÖBB ihre eigene Stromerzeugung aus Sonnenenergie deutlich. Die Photovoltaikanlage ist die bislang größte PV-Anlage der ÖBB, deren Strom direkt für das Bahnstromnetz erzeugt wird. Die Anlage befindet sich im Gemeindegebiet von Enns, die Einspeisung erfolgt über eine rund zwei Kilometer lange Kabelverbindung direkt in das ÖBB-Unterwerk Asten. Durch die Nähe zum Unterwerk kann die bestehende Infrastruktur genutzt und der vor Ort erzeugte Strom direkt dem Bahnstromnetz zur Verfügung gestellt werden.
Karl Streimelweger, Geschäftsbereichsleiter Energie ÖBB-Infrastruktur AG:
„Die Energieversorgung der Bahn wird stetig weiterentwickelt und ausgebaut. Mit der Photovoltaikanlage Asten/Enns nehmen wir unsere bislang größte Anlage für Bahnstrom in Betrieb. Diese ermöglicht jährlich rund 8.000 Railjet-Fahrten von Wien nach Linz mit Sonnenstrom.“
Hochwassergerecht und rückbaubar
Die rund 20 Hektar große Projektfläche befindet sich teilweise in einem ausgewiesenen Hochwassergebiet. Die Unterkonstruktion der PV-Module im Boden verankert und kommt damit ohne großflächige Betonfundamente aus. Die Technikstationen wurden auf Pfählen aufgesetzt, um allfälligen Hochwasser entgegenzuwirken. Dadurch kann Wasser im Boden versickern. Die Konstruktion kann nach Ende ihrer technischen Lebensdauer – in etwa 25 Jahre - wieder vollständig rückgebaut werden.
Begleitend zur Anlage sind Maßnahmen zur Förderung der lokalen Biodiversität (Magerwiese) vorgesehen, darunter mehrreihige Heckenstrukturen sowie Flächen und Strukturen (Stein und Gehölzschlichtungen, für Amphibien, Wildtiere und Kleinsäuger. Ebenso wurde ein rund 600 m² großes Amphibienbiotop, das Grundwassergeführt ist, angelegt.
Mehr Strom aus eigener Erzeugung
Die ÖBB bauen ihre eigene Stromerzeugung aus Wasser-, Sonnen- und Windkraft schrittweise aus. Neben Wasserkraft setzen die ÖBB bei der eigenen Stromerzeugung auch auf Photovoltaik und Windkraft. Asten/Enns ergänzt dabei die bestehenden Photovoltaikanlagen für Bahnstrom und markiert mit knapp 24 GWh Jahresertrag eine neue Größenordnung.