Haltestelle Unterradlberg
(St. Pölten, 03. August 2026) – Das Vorhaben wird in Kooperation mit der Stadt St. Pölten, der Stadtgemeinde Herzogenburg und dem Land NÖ umgesetzt. Da der rund 8 km lange Streckenabschnitt derzeit an seine Kapazitätsgrenze stößt, ist ein zweigleisiger Ausbau sinnvoll. Im Zuge dessen werden die Bahnhöfe Unterradlberg, Viehofen und St. Pölten Traisenpark attraktiviert und barrierefrei gestaltet. Die Eisenbahnkreuzungen Weichselbaumstraße und Gorbachgasse in Unter- und Oberradlberg werden aufgelassen und durch eine Unterführung im Zuge der Weichselbaumstraße ersetzt. Im Bereich der Gorbachgasse wird eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen geschaffen. Das bringt mehr Sicherheit für Straße und Schiene. Außerdem werden Züge nach dem Ausbau schneller unterwegs sein – statt bisher 120 km/h sind dann 160 km/h möglich.
Die Maßnahmen im Detail
- Zweigleisiger Ausbau von Herzogenburg nach St. Pölten: Zulegung eines zweiten Gleises samt Elektrifizierung
- Unterradlberg: Errichtung eines barrierefreien Inselbahnsteigs und eines barrierefreien Bahnsteigzugangs mit Personentunnel inkl. Liften, Errichtung einer Bike&Ride-Anlage
- Oberradlberg: Errichtung einer Fuß- und Radwegunterführung, weitere Evaluierungen laufen noch
- Hochwasserschutzmaßnahmen: entlang der Gemeindestraße Gorbachgasse
- Errichtung Unterführung L5073 (Weichselbaumstraße): als Ersatz für die Eisenbahnkreuzungen Weichselbaumstraße und Gorbachgasse
- Viehofen: Errichtung eines barrierefreien Inselbahnsteigs und eines barrierefreien Bahnsteigzugangs mit Personendurchgang inkl. Liften, Verlängerung von Gleisen (um Überholmöglichkeiten zu schaffen)
- St. Pölten Traisenpark: Errichtung eines barrierefreien Inselbahnsteigs und zweier barrierefreier Bahnsteigzugänge mit Personentunnel inkl. Liften, Errichtung einer neuen Eisenbahnbrücke über die L5036 (Doktor-Adolf-Schärf-Straße)
ZeitplanZunächst erfolgen ab voraussichtlich 2028 die Maßnahmen zur Auflassung der Eisenbahnkreuzungen und die Errichtung der Unterführungen sowie der Bau des Hochwasserschutzes,. welcher einen Mehrwert für die gesamte Region darstellt. Voraussichtlich Mitte 2029 soll der Verkehr durch die Unterführungen rollen.
Mit einem Baubeginn für den zweigleisigen Ausbau rechnen die ÖBB vorbehaltlich der positiv abgeschlossenen Genehmigungsverfahren frühestens 2031. Die Inbetriebnahme der durchgehend zweigleisigen Strecke ist voraussichtlich für Ende 2036 geplant. Die Strecke wird großteils unter laufendem Bahnbetrieb ausgebaut, um Auswirkungen im Sinne der Bahnkund:innen möglichst gering zu halten.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.