02.11.2026    5 Bilder

ÖBB: Viergleisiger Ausbau der Weststrecke schreitet zügig voran

  • Neue Eisenbahnbrücke über die A25 auf Herz und Nieren geprüft
  • Schnellumbauzug verlegt knapp fünf Kilometer neue Gleise in nur drei Tagen
  • Innovative Bauverfahren verkürzen Bauzeiten und reduzieren Einschränkungen für Reisende

Schnellumbauzug verlegt knapp fünf Kilometer neue Gleise in nur drei Tagen, auch auf der neuen Brücke

(Linz/Wels, 02. November 2026) – Vier Gleise schaffen mehr als zwei: Zug um Zug bauen die ÖBB die Weststrecke zwischen Linz und Wels viergleisig aus. Damit entsteht mehr Platz auf der Schiene und die Voraussetzung für ein künftig noch besseres Bahnangebot. Nun erreicht das Projekt zwei weitere wichtige Meilensteine: Die dritte neue Eisenbahnbrücke über die A25 wurde einer umfassenden Probebelastung unterzogen und zwischen Marchtrenk und Wels wurden knapp fünf Kilometer neue Gleise verlegt. Bereits ab Dezember 2026 sollen die neuen Gleise befahren werden können.

480 Tonnen als Bewährungsprobe
Am 31. Oktober 2026 wurde die rund 3.500 Tonnen schwere Stabbogenbrücke über die A25 auf Herz und Nieren geprüft. Dafür wurden bis zu sechs ÖBB-Lokomotiven mit einem Gewicht von jeweils rund 80 Tonnen gleichzeitig auf der Brücke positioniert. Fachleute erfassten dabei sämtliche relevanten Messdaten, um selbst kleinste Verformungen des Tragwerks festzustellen und mit den zuvor berechneten Werten zu vergleichen. Die neue, rund 93 Meter lange Brücke bildet den abschließenden Teil des umfangreichen Brückenprojekts über die A25.

Spezial-Bauzug der Superlative
Auch beim Gleisbau geht es zügig voran: Der rund 500 Meter lange Schnellumbauzug SUZ 500 war erfolgreich zwischen Marchtrenk und Wels im Einsatz. Dabei arbeitete sich die Maschine im Schritttempo von Wels in Richtung Marchtrenk vor und verlegte bis zu 175 Meter Gleis pro Stunde. In nur drei Tagen wurden so knapp fünf Kilometer neue Gleise verlegt.

Das Besondere daran: Der Schnellumbauzug erledigt mehrere Arbeitsschritte direkt hintereinander. Schwellen und Schienen werden innerhalb des Bauzugs transportiert und anschließend direkt zum neuen Gleis zusammengefügt.

Innovative Bauverfahren reduzieren Sperrzeiten
Durch innovative Bauverfahren, wie das Vorfertigen und anschließende Einschieben von Brücken oder den Einsatz moderner Gleisbaumaschinen, können Bauabläufe erheblich beschleunigt und Sperrzeiten für den Zugverkehr auf ein Minimum reduziert werden. So wurde die neue Eisenbahnbrücke über die A25 zunächst abseits der Bahnstrecke vormontiert und anschließend millimetergenau in ihre endgültige Position verschoben. Dadurch konnte die Brücke ohne Sperre der Weststrecke und ohne Schienenersatzverkehr errichtet werden. Eine Win-win-Situation für den Bahnausbau und die Reisenden.

Viergleisiger Ausbau bringt mehr Platz auf der Schiene
Die Weststrecke ist die Hauptschlagader des österreichischen Bahnverkehrs. Gerade zwischen Linz und Wels stößt das bestehende zweigleisige System zunehmend an seine Grenzen. Mit vier statt zwei Gleisen entsteht künftig deutlich mehr Kapazität. Züge können flexibler geführt, unterschiedliche Geschwindigkeiten besser aufeinander abgestimmt und zusätzliche Verbindungen ermöglicht werden.

Entlang des rund 24 Kilometer langen Ausbauabschnitts laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Trotz steigenden Bahnverkehrs und einer Reduzierung der ursprünglich geplanten Bauzeit bleibt der Bahnausbau auf den Tag genau im Zeitplan. Für die Reisenden bedeutet das: weniger Einschränkungen während der Bauarbeiten und langfristig mehr Verbindungen sowie einen stabileren und zuverlässigeren Bahnverkehr.

 

Bilder (5)

Vier gleisiger Ausbau schreitet voran
6 500 x 4 568 © ÖBB/Deopito
Vier gleisiger Ausbau schreitet voran
4 000 x 2 982 © ÖBB/Deopito
Vier gleisiger Ausbau schreitet voran
2 758 x 4 000 © ÖBB/Deopito
Vier gleisiger Ausbau schreitet voran
4 000 x 2 698 © ÖBB/Deopito
Vier gleisiger Ausbau schreitet voran
5 941 x 4 521 © ÖBB/Deopito
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter an ihr Ziel gebracht. Der Strom für ÖBB Züge und Bahnhöfe in Österreich stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr im Jahr 2025 zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von rund vier Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte (Rahmenplan 2027-2032) bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen Menschen und Güter verlässlich an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.