23.04.2026    3 Bilder

ÖBB: Bauarbeiten der Deutschen Bahn wirken sich auf Verbindungen der Weststrecke aus

  • Streckensperre in Bayern von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 beeinflusst ÖBB-Fahrplan 
  • Bis zu 30 Minuten längere Fahrzeiten von Wien nach Tirol und Vorarlberg 
  • Geänderte Reiserouten und Fahrplanänderungen von/nach Deutschland 
  • Anpassungen und Zugausfälle im Nahverkehr 

(Innsbruck, Bregenz,  23. April 2026) - Die Deutsche Bahn (DB) saniert in den nächsten Jahren umfassend ihr Streckennetz. Von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 sperrt die DB die Strecke Passau – Obertraubling bei Regensburg. Die Bauarbeiten in Bayern haben im 2. Halbjahr 2026 spürbare Auswirkungen auf internationale Bahnverbindungen sowie den Bahnverkehr innerhalb Österreichs, da die Netze eng miteinander verknüpft sind.  

 

Das Angebot von/nach Deutschland wird neu organisiert. Der Münchner Hauptbahnhof übernimmt eine noch wichtigere Umstiegsfunktion. Auf der ICE-Linie über Passau fahren keine Züge im Abschnitt zwischen Wien und Nürnberg. Die ÖBB stellen trotz eingeschränkter Infrastruktur ein verlässliches Mobilitätsangebot sicher: 

 

  • Die alternative Reiseroute von Wien, St. Pölten und Linz nach Deutschland und retour führt über den Bahnknoten München Hbf, von wo Reisemöglichkeiten in alle Teile Deutschlands bestehen 
  • Der RJX Wien-Linz-Salzburg-München und retour fährt im Zwei-Stunden-Takt mit rund 15 Minuten Fahrzeitverlängerung 
  • 2 ICE-Zugpaare fahren zusätzlich von Wien über Salzburg nach München und retour  
  • 3 EC-Zugpaare fahren zusätzlich von Wien über Linz, Wels und Simbach/Inn nach München und retour 
  • Der Nightjet von Wien nach Hamburg/Amsterdam und retour wird umgeleitet 

Längere Fahrzeiten am Deutschen Eck und westlich von Innsbruck 

Während der Bauzeit werden täglich rund 80 Güterzüge, die üblicherweise über Passau fahren, über die Weststrecke München – Salzburg – Wels umgeleitet. Durch die hohe Streckenauslastung am Deutschen Eck verlängert sich die Fahrzeit im Fernverkehr zwischen Salzburg und Innsbruck sowie zwischen Salzburg und München in beiden Richtungen um rund 15 Minuten. Fahrgäste auf der Strecke zwischen Wien und Vorarlberg müssen mit 30 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen. 

 Fahrplanänderungen in Tirol und Vorarlberg 

Von 14. Juni bis 14. Oktober 2026 ist zusätzlich die Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs SG in der Schweiz aufgrund umfassender Modernisierungsarbeiten gesperrt. Dies führt zu Fahrplanänderungen, Schienenersatzverkehr und Umleitungen im Bahnverkehr zwischen Österreich und der Schweiz. Details sind hier abrufbar: Bauarbeiten Feldkirch - Buchs - ÖBB. 

 Der Fernverkehr westlich von Innsbruck wird zeitlich um rund 30 Minuten verschoben. Züge Richtung Vorarlberg fahren in Innsbruck Hbf rund eine halbe Stunde später ab, Züge Richtung Innsbruck Hbf fahren in Vorarlberg wiederum rund eine halbe Stunde früher ab. Die Zeiten der Nahverkehrszüge werden entsprechend angepasst. Die schnellen REX-Verbindungen bieten als Ergänzung zum Fernverkehr weiterhin eine verlässliche Anbindung Innsbruck ßà Landeck-Zams. Damit bleibt auch künftig von morgens bis abends eine rasche Verbindung nach Landeck-Zams gewährleistet. Weitere Verbesserungen sind aufgrund der größtenteils eingleisigen Strecke zwischen Ötztal und Landeck-Zams leider nicht umsetzbar. 

 Auf allen genannten Abschnitten bleiben die Regionen weiterhin gut erreichbar. Die ÖBB informieren rechtzeitig über alle Details zu den Fahrplanänderungen ab Sommer 2026 und stellen sämtliche Verbindungen unter https://fahrplan.oebb.at/ zur Verfügung. 

 Sanierung mit langfristigem Nutzen für Bahnverkehr in Österreich 
Die umfangreichen Sperren der Deutschen Bahn für die Sanierungsarbeiten stellen sicher, dass künftig auch in Deutschland eine leistungsfähige und zuverlässige Infrastruktur für den Bahnverkehr zur Verfügung steht – mit langfristigem Nutzen für den Bahnverkehr in Österreich und ganz Europa. Die ÖBB arbeiten eng mit der DB zusammen, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Gemeinsames Ziel ist es, die Mobilität für Pendler:innen, Reisende und die Wirtschaft bestmöglich aufrecht zu erhalten. Das Angebot auf der Weststrecke bleibt während der Einschränkungen weiterhin hoch und dicht, sowohl im Nahverkehr als auch im Fernverkehr. 

 

Weitere Informationen zu den Baustellen in Deutschland und die Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Österreich: https://www.oebb.at/de/fahrplan/baustelleninformation/bauarbeiten-deutsche-bahn 

Bilder (3)

ÖBB Railjet Weststrecke
4 732 x 2 932 © ÖBB/Thurnher
ÖBB Railjet Tiroler Oberland
1 890 x 1 331 © ÖBB/Kapferer
Grafik Auswirkungen GSH-Sperren Deutschland
8 000 x 4 500 © ÖBB
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.