02.06.2026    5 Bilder 2 Dokumente

ÖBB: Bauarbeiten der Deutschen Bahn beeinflussen Fernverkehr auf der Weststrecke

  • Fahrplanänderungen von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 wegen Sperre in Bayern
  • Bis zu 30 Minuten längere Fahrzeiten von Wien nach Tirol und Vorarlberg
  • Geänderte Reiserouten und Fahrplanänderungen von und nach Deutschland
  • Juli bis September: Weitere Änderungen aufgrund von Bauarbeiten im Unterinntal
(Wien, 02. Juni 2026) – Die bereits laufenden Bauarbeiten der Deutschen Bahn (DB) wirken sich weiterhin spürbar auf den Bahnverkehr in Österreich aus. Die Sperre der Strecke Passau – Obertraubling bei Regensburg von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 beeinflusst internationale Bahnverbindungen sowie den Bahnverkehr innerhalb Österreichs, da die Netze eng miteinander verknüpft sind. Die ÖBB bitten die Fahrgäste sich kurz vor Reiseantritt über ihre Verbindungen zu informieren und Zeitreserven einzuplanen. Fahrplanauskünfte: oebb.at, westbahn.at, oebb.at/baustellen, 05-1717 und SCOTTY mobil.

Das Angebot von und nach Deutschland wird über alternative Routen organisiert, der Münchner Hauptbahnhof übernimmt dabei eine zentrale Umstiegsfunktion. Auf der ICE-Linie über Passau fahren keine Züge im Abschnitt zwischen Wien und Nürnberg. Die ÖBB stellen trotz eingeschränkter Infrastruktur ein verlässliches Mobilitätsangebot sicher:

- Die alternative Reiseroute von Wien, St. Pölten und Linz nach Deutschland und retour führt über den Bahnknoten München Hbf, von dem aus Verbindungen in alle Regionen Deutschlands bestehen
- Der RJX Wien – Linz – Salzburg – München und retour fährt im Zwei-Stunden-Takt mit rund 15 Minuten Fahrzeitverlängerung
- 2 ICE-Züge pro Richtung fahren zusätzlich von Wien über Salzburg nach München und retour
- 3 EC-Züge pro Richtung fahren zusätzlich von Wien über Linz, Wels und Simbach/Inn nach München und retour
- Der Nightjet von Wien nach Hamburg/Amsterdam und retour wird umgeleitet

Längere Fahrzeiten am Deutschen Eck und westlich von Innsbruck
Während der Bauzeit werden täglich rund 120 Güterzüge, die üblicherweise über Passau fahren, über die Weststrecke München – Salzburg – Wels umgeleitet. Durch die hohe Streckenauslastung am Deutschen Eck müssen Züge teilweise langsamer fahren. Die Fahrzeit zwischen Salzburg und München bzw. Innsbruck verlängert sich in beiden Richtungen um rund 15 Minuten. Fahrgäste auf der Strecke zwischen Wien und Vorarlberg müssen mit 30 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen. Der Fernverkehr westlich von Innsbruck ist zeitlich verschoben:
• Züge Richtung Vorarlberg fahren in Innsbruck Hauptbahnhof rund eine halbe Stunde später ab
• Züge Richtung Innsbruck Hauptbahnhof fahren in Vorarlberg entsprechend früher ab

Zusätzliche Bauarbeiten im Unterinntal (10. Juli bis 16. September)
Parallel zu den DB-Bauarbeiten finden Bauarbeiten im Unterinntal statt. Diese haben zusätzliche Auswirkungen auf den Fernverkehr auf der Weststrecke: Von 10. Juli bis 16. September kommt es in Innsbruck bei Fernverkehrszügen zu späteren Ankünften aus Richtung Wien/Salzburg bzw. früheren Abfahrten in Richtung Salzburg/Wien und somit zu einer längeren Reisezeit zwischen Salzburg und Innsbruck. Für Fahrgäste ins Tiroler Oberland und nach Vorarlberg gibt es durch diese Bauarbeiten keine zusätzliche Fahrzeitverlängerung.

Über die Sommermonate erhalten die beiden Tunnel der neuen Unterinntalbahn einen nachhaltigen Modernisierungsschub. Aufgrund der steigenden Verkehrsnachfrage erfolgt eine sogenannte signaltechnische Blockverdichtung und im Terfnertunnel die Fertigstellung des Überholbahnhof Vomp im Auftrag der BBT SE. Das bedeutet, dass besonders im Hinblick auf die Fertigstellung des Brenner Basistunnels engere Zugfolgen gefahren werden können und so die geplanten Zugfahrten möglich sind. Für die Blockverdichtung und den Überholbahnhof Vomp wird das europaweit einheitliche Zugsicherungssystems ETCS verwendet. Damit wird ein flüssiger und leistungsfähiger Zugbetrieb in Tirol und im europäischen Korridor sichergestellt.

Von 22. August bis 16. September haben die Bauarbeiten zusätzliche Auswirkungen auf den Fahrplan:
• Die Interregio-Züge (IR) enden bzw. beginnen in Wörgl Hauptbahnhof und fahren nicht bis Innsbruck Hauptbahnhof
• Als Ersatz halten Railjet Xpress Züge (RJX) zusätzlich in Jenbach

Fahrplanänderungen im Nahverkehr
Infolge der geänderten Fernverkehrsfahrzeiten und der hohen Streckenauslastung kommt es auch im Nahverkehr in Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zu Fahrplanänderungen und Zugausfällen. Ein verlässliches und attraktives Verkehrsangebot bleibt in allen Regionen bestehen. Einzelne IC-Züge im Abschnitt Wels – Salzburg und retour entfallen zugunsten eines möglichst stabilen Nahverkehrs. Mehr Informationen finden Sie unter Bauarbeiten Deutsche Bahn.

Auch Güterverkehr betroffen
Die ÖBB haben für ihre Güterverkehrskunden frühzeitig Ersatz- und Verkehrskonzepte vorbereitet. Im Bereich Passau–Obertraubling kommt es zu mehreren Bauphasen. Für den Güterverkehr besonders relevant sind die Phasen vom 14. Juni bis 11. Juli 2026 sowie 20. September bis 12. Dezember 2026. Da es auf der Umleitungsstrecke Wels–Salzburg–München zu hoher Auslastung kommen kann, werden zusätzlich alternative Umleitungen für Güterzüge, wie etwa über Ennstal–Schoberpass–Semmering, geprüft.

Sanierung mit langfristigem Nutzen
Die umfangreichen Sperren der Deutschen Bahn für die Sanierungsarbeiten stellen sicher, dass künftig auch in Deutschland eine leistungsfähige und zuverlässige Infrastruktur für den Bahnverkehr zur Verfügung steht – mit langfristigem Nutzen für den Bahnverkehr in Österreich und ganz Europa. Die ÖBB arbeiten eng mit der DB zusammen, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Gemeinsames Ziel ist es, die Mobilitätsbedürfnisse von Pendler:innen, Reisenden und die Wirtschaft trotz Bauarbeiten bestmöglich zu bedienen. Das Angebot auf der Weststrecke bleibt während der Einschränkungen weiterhin attraktiv, sowohl im Nahverkehr als auch im Fernverkehr. Weitere geplante Streckensperren im Netz der Deutschen Bahn mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Österreich werden in den kommenden Jahren zwischen Freilassing – Rosenheim sowie zwischen Rosenheim – München erwartet.

Die ÖBB informieren rechtzeitig über alle Details zu den Fahrplanänderungen aufgrund der DB-Sperren und stellen sämtliche Verbindungen unter https://fahrplan.oebb.at/ zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Baustellen in Deutschland und die Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Österreich: Bauarbeiten Deutsche Bahn - ÖBB

Bilder (5)

Railjet
7 968 x 5 471 © ÖBB Eisenberger
Güterzug auf der Passauer Strecke
8 334 x 5 556 © ÖBB Payr
ICE der DB
5 972 x 3 867 © Wolfgang Klee (c) DB
Railjet
4 732 x 2 932 © ÖBB Thurnher
Güterzug auf der Weststrecke
4 072 x 2 569 © ÖBB Thurnher
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.