18.09.2026    2 Bilder

Neue Ansichten der ÖBB-Haltestelle im Linzer Franckviertel

  • Planungen für den viergleisigen Ausbau Linz Vbf. West – Linz Signalbrücke laufen
  • Neue Haltestelle im Linzer Franckviertel vorgesehen
  • Aktuelle Visualisierungen sind beim Linzer Mobilitätsfest zu sehen

Visualisierung neue Haltestelle Franckviertel

(Linz, 18. September 2026) – Seit 2017 ist die Weststrecke von Wien bis Linz Kleinmünchen vollständig viergleisig ausgebaut. Lediglich rund vier Kilometer zwischen Linz Kleinmünchen und Linz Signalbrücke auf Höhe der Lastenstraße werden betrieblich noch zweigleisig geführt. Mit dem Projekt Linz Verschiebebahnhof (Vbf.) West – Linz Signalbrücke soll dieser Abschnitt ebenfalls auf vier Gleise ausgebaut werden. Mit den Projektpartnern Stadt Linz und Land Oberösterreich soll im Rahmen des Projekts mit einer neuen Haltestelle bei der Querung Lastenstraße im Franckviertel ein neuer Nahverkehrsknoten entstehen, der den Umstieg zwischen Zügen der West- und Summerauerstrecke sowie dem Linzer Öffi-Verkehr ermöglicht. Neue Visualisierungen bilden den aktuellen Stand der Planungen ab und sind für Interessierte am Samstag, 19. September 2026 beim Mobilitätsfest in der Linzer Domgasse zu sehen.

„Der viergleisige Ausbau zwischen Linz Kleinmünchen und der Signalbrücke Linz ist das letzte Ausbauprojekt an der Weststrecke in Linz. Wenn dieses Nadelöhr geschlossen ist, ist die Weststrecke von Wien bis Wels durchgehend viergleisig. Erfreulich ist zudem, dass wir parallel auch einen Nahverkehrsknoten schaffen, der im Linzer Öffi-Verkehr einen echten Mehrwert bieten wird“, so Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.

Mit dem viergleisigen Ausbau beseitigen wir einen entscheidenden Engpass im oberösterreichischen Bahnnetz und schaffen die Voraussetzung für mehr Kapazität und einen verlässlicheren Nahverkehr. Davon profitiert insbesondere auch die S1 als wichtige Verbindung im Zentralraum. Mit der neuen Haltestelle im Franckviertel entsteht zudem ein attraktiver Umsteigeknoten, der West- und Summerauerstrecke mit dem städtischen Verkehr verknüpft. Damit setzen wir einen wichtigen Schritt für ein leistungsfähigeres Gesamtangebot im Großraum Linz“, betont Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner.

Für den Linzer Bürgermeister, Dietmar Prammer, ist klar: „Die neue Haltestelle im Franckviertel ist ein wichtiger Baustein für die Mobilität der Zukunft in unserer Stadt. Sie verbindet Bahn und städtische Öffis besser miteinander und schafft damit neue, attraktive Verbindungen für die Linzer*innen. Gleichzeitig beseitigen wir mit dem viergleisigen Ausbau einen entscheidenden Engpass im Bahnnetz.“

Viergleisiger Ausbau notwendig für mehr Züge

Aktuell geht die viergleisige Weststrecke aus Wien kommend in Linz Kleinmünchen in eine zweigleisige Strecke über. Dieser letzte, noch nicht durchgehend ausgebaute Abschnitt zwischen Linz Kleinmünchen und Linz Signalbrücke stellt, vor allem aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Linzer Hauptbahnhof, einen Kapazitätsengpass dar. Nah- und Fernverkehrszüge teilen sich dort die lediglich zwei Gleise, die für die Weststrecke vorgesehen sind und verlieren durch Vorranggeben und Queren oft wertvolle Zeit. Um die Betriebsabläufe zukünftig zu optimieren, ist ein viergleisiger Ausbau notwendig. Damit stehen künftig zwei Gleise nur für den Fernverkehr und zwei Gleise nur für den Nahverkehr zur Verfügung. Züge erreichen beziehungsweise verlassen künftig ohne aufwendiges Einfädeln die Bahnsteige im Hauptbahnhof Linz beziehungsweise die Verschiebebahnhöfe. Reisende profitieren in Zukunft von einem dichteren S-Bahn-System Linz-St. Valentin-Amstetten, noch pünktlicheren Zügen und einem verbesserten Fernverkehrsangebot.

Fahrgäste und Umwelt profitieren von Kapazitätssteigerung

Bei laufendem Betrieb sollen die Gleisanlagen dieses Abschnitts inklusive Unterbau, Oberleitungen, Gleisen und Weichen rundum erneuert werden. Die Trassenlage bleibt dabei nahezu unverändert. Ebenso wird eine neue Haltestelle im Franckviertel im Bereich der Lastenstraße entstehen. Die Inbetriebnahme der neuen Haltestelle ist mit Ende 2033 geplant.

Bilder (2)

Visualisierung neue Haltestelle Franckviertel
3 456 x 1 944 © Copyright: ÖBB/3d-Schmiede
Visualisierung neue Haltestelle Franckviertel
3 456 x 1 944 © Copyright: ÖBB/3d-Schmiede
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.