Bregenz, 24. 08. 2026 - Die ÖBB investieren im Bereich Wald am Arlberg – Dalaas in den Ausbau und die Modernisierung von Schutzmaßnahmen gegen Naturgefahren. Ziel ist es, die Bahnstrecke im Klostertal langfristig bestmöglich abzusichern und ihre hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten. Gleichzeitig setzen ÖBB und Gemeinde gemeinsam auf eine ressourcenschonende Baulogistik.
Zusätzliche Sicherheit für die Bahnstrecke
Entlang der Bahn durchs Klostertal im Bereich Annatobel und Wörezer werden die Anlagen zur Lawinen- und Steinschlagsicherung erneuert und erweitert. Teile der Verbauung entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik.
Im Zuge der Arbeiten ist der Bau neuer Lawinenauffangdämme, Steinschlagnetze, Seilnetzsperren und Schneenetze vorgesehen. Damit wird die Infrastruktur gezielt an die Anforderungen angepasst und die Sicherheit für den Bahnverkehr weiter gewährleistet.
Gemeinde und ÖBB nutzen Synergien
Ein besonderer Fokus liegt auf der engen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dalaas. Die Gemeinde räumt das Geschiebebecken, während die ÖBB das dabei anfallende Material für die Lawinenverbauung wiederverwenden. Ein zwölf Meter hoher, begrünter Erdwall wird mit dem Geschiebematerial geschüttet.
„Die Zusammenarbeit mit den ÖBB zeigt, dass sich Sicherheit und Nachhaltigkeit verbinden lassen. Durch die gemeinsame Nutzung von Material sparen wir Transporte und entlasten unsere Gemeinde“, so der Dalaaser Bürgermeister Martin Burtscher. Durch diese abgestimmte Vorgehensweise kann das anfallende Material regional weiterverwendet werden. Somit werden zusätzliche Transporte vermieden.
Weniger Verkehr durch abgestimmte Baulogistik
Für die Bauarbeiten wurde von den ÖBB gemeinsam mit der Gemeinde ein Verkehrskonzept erarbeitet. Dieses regelt den Baustellenverkehr im sensiblen Bereich rund um den Kindergarten und legt fest, zu welchen Zeiten LKW-Fahrten erfolgen dürfen.
Dennoch kommt es während der Bauarbeiten zu verstärktem Lieferverkehr sowie zu temporärer Lärm- und Staubentwicklung. Zusätzlich sind wiederkehrend auch Hubschraubereinsätze erforderlich, um Material in schwer zugängliche Hanglagen zu transportieren. Die ÖBB sind bemüht, die Belastungen für die Anrainer:innen so gering wie möglich zu halten und die Arbeiten effizient abzuwickeln.
Investition in eine sichere und nachhaltige Infrastruktur
Die Bauarbeiten laufen insgesamt bis Dezember 2028. Während dieser Zeit bleibt der Zugverkehr unbeeinträchtigt. „Wir investieren in den langfristigen Schutz und eine hohe Betriebsqualität und setzen gleichzeitig auf ressourcenschonende Umsetzung, gemeinsam mit der Gemeinde und mit Blick auf die Region“, betont ÖBB-Regionalleiter Manuel Kieninger.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.