28.08.2025    4 Bilder

Koralmbahn: Übungsphase für Einsatzkräfte startet

Am 14.12.2025 geht die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt in Betrieb. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Nach den erfolgreichen Testfahrten beginnt nun die letzte wichtige Übungsphase mit allen Einsatzorganisationen.

Die Koralmbahn steht kurz vor der Inbetriebnahme. Bevor die ersten Züge ab 14. Dezember 2025 unterwegs sein dürfen, heißt es aber noch fleißig üben und einschulen. Die Sicherheit hat dabei oberste Priorität. Neben einer Vielzahl an Schulungsfahrten startet jetzt die letzte große Übungsphase mit allen Einsatzorganisationen. In den kommenden Wochen werden verschiedenste Szenarien unter realen Bedingungen geprobt. Besonders im Fokus sind dabei der Koralmtunnel sowie die Unterflurtrasse im Bereich Feldkirchen. 

Spezielle Geräte und Kenntnisse

Ziel ist es, die Hilfs- und Einsatzkräfte mit den neuen Tunnelanlagen und Einrichtungen so vertraut wie möglich zu machen. Die Übungen dienen außerdem dazu, Abläufe zu testen und das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen zu gewährleisten. Auch spezielle Gerätschaften und Fahrzeuge kommen dabei zum Einsatz: Am Programm stehen unter anderem Testfahrten mit dem ÖBB „Servicejet“ – ein Rettungszug der neuesten Generation. Er kann beispielsweise einen doppelten Railjet abschleppen, rund 300 Personen evakuieren, verfügt über Löschwassertanks mit 40.000 Litern und hat eine Schutzbelüftung. Darüber hinaus wird auch der Einsatz von Drohnen im Tunnel getestet. Sie sollen die Lage schnell erkunden und Bilder in Echtzeit zur Einsatzleitung übertragen. 

Einer der sichersten Tunnel der Welt

Die Übungen sind ein wichtiger Teil des umfassenden Sicherheitskonzeptes entlang der Koralmbahn. Insgesamt flossen rund 15 Prozent der gesamten Investitionskosten in die Sicherheit. Dazu zählen Notausgänge, Löschwasserleitungen, Belüftungen, Notrufsäulen, Branddetektoren, Zufahrtsmöglichkeiten für Einsatzkräfte und Kommunikationssysteme. Speziell der Koralmtunnel gehört mit seinen zwei Röhren zu dem modernsten und sichersten Eisenbahntunnel der Welt. In der Tunnelmitte wurde zwischen den beiden Fahrtunnel eine rund einen Kilometer lange dritte Röhre als unterirdischer Evakuierungs- und Rettungsbereich errichtet. Dort können Fahrgäste im Anlassfall auf Einsatzkräfte und Rettungszüge warten, die auf beiden Seiten stationiert sind.

Europaweites Zugsicherheitssystem

Ein weiteres Kernstück des Sicherheitskonzeptes ist das Zugsicherheitssystem ETCS (European Train Control System). Es kontrolliert u.a. die Zuggeschwindigkeit, die Gleisbelegung, die Zugabstände und ist europaweit einheitlich. Zusätzlich sorgen Prüfeinrichtungen vor Einfahrt in den Tunnel dafür, dass alle Züge auf technische Defekte wie zum Beispiel überhitzte Bremsen überprüft werden. Weiters ist der Koralmtunnel so ausgestattet, dass er immerzu mit Strom versorgt wird. Fällt in einem Bundesland die Stromversorgung aus, kann er von anderer Seite weiter versorgt werden. Fällt bei beiden Bundesländern der Strom aus, überbrückt eine Blackout-Vorsorge. Im Tunnelinneren sind darüber hinaus alle maßgeblichen Anlagenteile doppelt verbaut. 

In 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt

Die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt ist Teil der neuen Südstrecke und eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Europas. Ihr Herzstück ist der 33 Kilometer lange Koralmtunnel. Nach der Inbetriebnahme am 14. Dezember 2025 verkürzt sich die schnellste mögliche Verbindung zwischen den Landeshauptstädten auf rund 45 Minuten.

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ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 45.500 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.