10.06.2026    4 Bilder

Franz‑Josefs‑Bahn: Bauarbeiten bei Klosterneuburg starten, Sperre im Norden beendet

  • Ab Juli umfassende Bauarbeiten der ÖBB und Straßensperre B14
  • Zusätzliche REX-Halte in Klosterneuburg-Kierling und St. Andrä-Wördern
  • Streckensperre zwischen Sigmundsherberg und Absdorf-Hippersdorf abgeschlossen

Die ÖBB und das Land Niederösterreich setzen im Sommer gezielt weitere Infrastrukturmaßnahmen im Raum Klosterneuburg um. Während der Sommerferien werden Bauarbeiten auf der FranzJosefsBahn und der Umfahrungsstraße Klosterneuburg B14 gebündelt durchgeführt, um wichtige Investitionen effizient umzusetzen. Die Projektpartner Land NÖ und ÖBB setzen auf ein gemeinsames Verkehrskonzept mit unterschiedlichen Verkehrsführungen in den einzelnen Bauphasen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.

Bauarbeiten zwischen Kritzendorf und St. AndräWördern

Zwischen Kritzendorf und St. Andrä‑Wördern erneuern die ÖBB die Gleisanlagen und Entwässerungen. Zusätzlich werden im Bahnhof St. Andrä‑Wördern Kabeltröge errichtet und eine Lärmschutzwand im Bereich des Bahnhofs gebaut. 

Die Hauptarbeiten finden im Juli und August 2026 statt. Restarbeiten laufen bis Anfang Oktober 2026. Durch den Einsatz schwerer Bahnbaumaschinen kommt es zu Lärm und Staub. Arbeiten werden sowohl tagsüber als auch nachts sowie auch am Wochenende durchgeführt. 

Während der Gleisarbeiten ist die Strecke von 4. Juli 2026, 02:00 Uhr, bis 7. September 2026, 02:00 Uhr, nur eingleisig befahrbar, zusätzlich gibt es Gesamtsperren in der Nacht. Die REX‑Züge (REX4/41) passieren die Baustelle auf einem Gleis, während am zweiten Gleis gearbeitet wird. So halten alle Züge der Linie REX4 und REX41 in den Bahnhöfen Klosterneuburg-Kierling und St. Andrä-Wördern. Dadurch bleibt für Pendler:innen von und nach St. Andrä-Wördern und Klosterneuburg-Kierling weiterhin eine leistungsfähige Direktverbindung von und nach Wien bestehen. Die ÖBB setzen alles daran, die Auswirkungen auf Fahrgäste und Anrainer:innen so gering wie möglich zu halten. Weiterführende Informationen unter: Bauarbeiten Franz-Josefs-Bahn - ÖBB 

Die Züge der Linie S40 verkehren während der Bauphase nur zwischen Wien Franz-Josefs-Bahnhof und Klosterneuburg-Weidling sowie wieder ab Tulln/Donau. Die Linie R40 entfällt in diesem Zeitraum vollständig. Die ÖBB stellen ein verlässliches Mobilitätsangebot zur Verfügung:  

  • Für die Züge der Linie S40, die zwischen Klosterneuburg-Weidling und Tulln entfallen, wird während der Sperre der Umfahrung Klosterneuburg (B14) ein Schienenersatzverkehr mit Bussenzwischen Klosterneuburg-Kierling und Tulln/Donau eingerichtet, der alle Stationen der Linie S40 bedient. Sobald die Straßensperre ab Ende Juli 2026 auf den Bereich Niedermarkt bis Kreisverkehr Tieflage verkürzt wird, fährt der Schienenersatzverkehr bis Klosterneuburg-Weidling. 
  • Die Verbindung zwischen Klosterneuburg-Kierling und Klosterneuburg-Weidling wird während der Straßensperre B14 durch Regionalbuslinien – unter anderem die Linie 400 – sichergestellt. 
  • Zusätzlich halten ausgewählte REX-Züge in den Stationen Klosterneuburg-Kierling, St. Andrä-Wördern, Zeiselmauer-Königstetten, Muckendorf-Wipfing und Langenlebarn.

Straßensperre B14 in Klosterneuburg

Das Land Niederösterreich führt im Johanna-Tunnel an der B 14 in Klosterneuburg eine Generalsanierung der elektromaschinellen Ausstattung durch. Die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen (Videoüberwachung, Beleuchtung, Notruf) sowie auch die Leittechnik werden aufgrund ihres Alters erneuert. Durch Auskleiden mit Lärmschutzpaneelen wird der Lärm im Tunnel verringert. Die Arbeiten im Johanna-Tunnel erfolgen während einer Totalsperre, wobei für den Durchzugsverkehr eine großräumige Umleitung ab Höhe Tulln bzw. auf der S 5 / A 22 vorgesehen ist. Für den lokalen Verkehr wird eine Umleitung im Stadtgebiet eingerichtet. Es ist lokal nur eine Umleitung über die alte Streckenführung möglich. 

Sperrzeiten B14: 

  • Von 6. bis 27. Juli 2026: Sperre der gesamten Umfahrung Klosterneuburg 
  • Von 27. Juli bis 16. August 2026: Sperre von Niedermarkt bis Kreisverkehr Tieflage 

Umleitungsstrecke Richtung Wien: Kreisverkehr Interspar - Albrechtsstraße - Hölzlgasse - Stadtplatz und in weiterer Folge über Niedermarkt auf die alte Streckenführung Richtung Wien.  

Umleitungsstrecke Richtung Tulln: Kreisverkehr Tieflage - Niedermarkt - Stadtplatz - Albrechtstraße – Kreisverkehr Interspar (bzw. ab Stadtplatz weiter über die B 14 Richtung Gugging). 

Der NÖ Straßendienst bittet die Anrainer:innen und Verkehrsteilnehmer:innen um ihr Verständnis während der Bauarbeiten.

Seit 10. Juni freie Fahrt zwischen Sigmundsherberg und Abdorf-Hippersdorf

Die Bauarbeiten auf dem weiter nördlich gelegenen Abschnitt zwischen Sigmundsherberg und Absdorf-Hippersdorf  haben die ÖBB am 10. Juni planmäßig abgeschlossen. Auch auf der Kamptalbahn sind die Züge wieder nach Fahrplan unterwegs. Die ÖBB nutzten die Sperre seit April, um umfangreiche Arbeiten an Oberleitung, Gleisen und Unterbau gebündelt umzusetzen. 

Im Zuge der Arbeiten wurden unter anderem: 

  • rund 400 Oberleitungsmasten erneuert und etwa 21 Kilometer neue Oberleitung errichtet 
  • rund drei Kilometer Gleise zwischen Limberg‑Maissau und Eggenburg neu verlegt
  • der Unter‑ und Oberbau auf mehreren Streckenabschnitten angepasst
  • bestehende Brücken‑ und Entwässerungsanlagen modernisiert
  • sowie der alte Personensteg am Bahnhof Sigmundsherberg abgetragen

Park&RideAnlagen: Teilweise Einschränkungen bleiben aufrecht 

Bis Jahresende bleiben einzelne Einschränkungen bei Park&Ride‑Anlagen aufgrund weiterführender Arbeiten bestehen: 

  • Großweikersdorf: reduzierte Kapazität (68 statt 108 Stellplätze) bis 18. Dezember 2026 
  • Ziersdorf: teilweise Sperre der nordseitigen Anlage bis 18. Dezember 2026; südliche Anlage uneingeschränkt nutzbar. Das Bahnhofsgebäude ist wieder zugänglich. 

Die Fahrplanänderungen zwischen Wien Franz-Josefs-Bahnhof und Wien Heiligenstadt aufgrund von Bauarbeiten enden planmäßig am 30. Juni 2026. Der Halt in Wien Spittelau entfällt für alle Züge bis 22. Juni 2026.

Modernisierung geht weiter

Die Franz-Josefs-Bahn wird zwischen Gmünd und Wien nach einem gemeinsamen Konzept von ÖBB und Land Niederösterreich modernisiert. Über das Jahr 2026 hinaus sind weitere Verbesserungen geplant. Die Bezirkshauptstadt Horn wird durch eine teilweise neue, elektrifizierte Bahnstrecke besser an den Bahnhof Sigmundsherberg angeschlossen und rückt durch diese Direktanbindung an die Franz-Josefs-Bahn näher an Wien heran. Weiters wird die Strecke der Franz-Josefs-Bahn später abschnittsweise zweigleisig geführt. Dadurch soll sich die Fahrzeit zwischen Horn und Wien auf rund 70 Minuten reduzieren. Pendler:innen kommen somit ohne Umsteigen und bis zu 15 Minuten schneller voran.

Bilder (4)

Bauarbeiten FJB
2 000 x 1 336 © ÖBB, Christian Zenger
Bauarbeiten FJB
2 000 x 1 336 © ÖBB, Christian Zenger
Bahnbaumaschine
4 256 x 2 832 © ÖBB, Christian Zenger
Gleisarbeiten FJB
2 800 x 1 906 © ÖBB, Robert Deopito
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.