Nicht nur auf den Hauptrouten von Westen nach Osten und von Norden nach Süden wird die Schieneninfrastruktur zukunftsfit gemacht, auch in das Regionalbahnnetz wird umfassend investiert. Im Burgenland laufen die Arbeiten zur Attraktivierung der Mattersburger Bahn. In den kommenden Jahren werden knapp 143 Millionen Euro investiert. Die Strecke wird bis 2027 elektrifiziert, die Bahnhöfe und Haltestellen werden modernisiert und barrierefrei ausgebaut und die Gleise erneuert. Im Februar startet die intensive Phase mit den Hauptarbeiten, weshalb die Strecke von 9. Februar bis 12. Dezember 2026 gesperrt werden muss. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.
Schienenersatzverkehr
Aufgrund der Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Mattersburger Bahn können ab Montag, 9. Februar 2026, bis Samstag, 12. Dezember 2026, zwischen Wiener Neustadt und Deutschkreutz keine Züge der Linien REX93 und R93 fahren. Als Ersatz gibt es einen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Wiener Neustadt Hbf und Loipersbach-Schattendorf. Für Reisende von/nach Sopron und Deutschkreutz fährt der Schienenersatzverkehr den Bahnhof Baumgarten an. Hier besteht die Möglichkeit des Umstiegs vom/zum REX6 der Raaberbahn.
Die ÖBB bitten die Fahrgäste, Zeitreserven einzuplanen, da die Busse des Schienenersatzverkehrs abweichend vom regulären Fahrplan abfahren und sich die Reisezeit auf der Straße verlängern kann, und sich rechtzeitig im Vorfeld über die jeweilige Verbindung sowie über die Standorte der Haltestellen des Schienenersatzverkehrs unter www.oebb.at, www.oebb.at/baustellen, 05-1717 oder SCOTTY mobil zu informieren.
Tickets müssen vor Fahrtantritt online bzw. mobil, beim Ticketautomaten oder Ticketschalter gekauft werden. Mit Fahrrädern ist die Benutzung der Schienenersatzverkehrsbusse nicht möglich.
Mobilitätseingeschränkte Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt mit dem ÖBB Kund:innenservice unter 05-1717-5 in Verbindung zu setzen.
Investitionen in die Zukunft
Mit dem Ausbau der Schieneninfrastruktur schaffen die ÖBB nicht nur eine attraktive Alternative zum Individualverkehr, sondern steigern auch die Sicherheit durch die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen und deren Ersatz durch Unterführungen. Zudem investieren die ÖBB in die Neugestaltung der Bahnhöfe, den barrierefreien Ausbau sowie in Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen, um den Umstieg auf die Bahn so komfortabel wie möglich zu gestalten. Die Investitionen in eine zeitgemäße Infrastruktur bedeuten mehr Komfort für die Fahrgäste, weniger Emissionen, weniger Lärmbelastung und eine deutliche Verbesserung des regionalen Nahverkehrs – insgesamt ein wichtiger Schritt zur Mobilitätswende in der Region für eine nachhaltige Zukunft und zur Stärkung die Attraktivität des Burgenlands als Wohn- und Wirtschaftsstandort.
Projekt Modernisierung Mattersburger Bahn im Überblick
Maßnahmen:
- Elektrifizierung der Strecke zw. Wiener Neustadt Hbf und Loipersbach-Schattendorf: Errichtung Oberleitung inkl. Schaltgerüste
- Attraktivierung und Modernisierung Bahnhöfe Katzelsdorf, Neudörfl, Bad Sauerbrunn, Mattersburg Nord, Marz-Rohrbach, Loipersbach-Schattendorf durch Errichtung neuer Bahnsteige, Herstellung Barrierefreiheit und Erneuerung gesamte Bahnsteigausstattung
- Herstellung einer Zweigleisigkeit im Bahnhof Wiener Neustadt Hbf. bis inkl. Katzelsdorf sowie im Bahnhof Loipersbach-Schattendorf
- Auflassung u. Abtrag Eisenbahnkreuzung in der Sägewerksiedlung Katzelsdorf sowie der darauffolgenden Eisenbahnkreuzung (Güterweg/Euro Velo 9) und Ersatz durch Unterführung in der Sägewerksiedlung im Bereich Nelkengasse
- Generalsanierung und Errichtung Schrankenanlage Eisenbahnkreuzung Leithakoloniestraße Katzelsdorf
- Auflassung Eisenbahnkreuzung im Bahnhof Neudörfl und Ersatz durch Unterführung
- Errichtung Schrankenanlage Eisenbahnkreuzung Reichelgasse Bad Sauerbrunn
- Anpassung Wiesen-Sigleß Viadukt und Mattersburger Viadukt für die Montage der Oberleitung
- Abtrag und Neubau der Straßenbrücke „Weingartenweg“ in Loipersbach sowie Abtrag Straßenbrücke Loipersbach-Maierhof (Güterweg)
- Errichtung von erforderlichen Technikräumen, Schaltstationen und Technikgebäuden (elektronische Stellwerke) in den Bahnhöfen
- Erneuerung Entwässerungsanlagen sowie Errichtung Kabeltröge, Rohrtrassen und Energie-/Beleuchtungsanlagen
- Errichtung P&R- und B&R-Anlagen im Zuge der Umbaumaßnahmen in fünf Bahnhöfen
Vorteile:
- Umweltfreundlicher Elektro-Betrieb mit 100% grünem Bahnstrom
- Steigerung des Fahrgastkomforts durch Einsatz moderner, barrierefreier Fahrzeuge
- Möglichkeit der Durchbindung von Zügen von Loipersbach-Schattendorf bis Wien ohne Umsteigen
- Angenehme Aufenthaltsqualität an neuen, modernen Bahnhöfen und Haltestellen
- Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen für einen einfachen und schnellen Umstieg auf die Bahn
- Schaffen der Voraussetzung für einen Taktfahrplan mit Fahrplanverdichtung
- Verkürzung der Reisezeit nach Wien für Pendler:innen
- Reduktion der Lärmemissionen
- Erhöhung der Sicherheit auf Straße und Schiene durch weniger Eisenbahnkreuzungen bzw. modernere Sicherungsanlagen
Bauzeit: 2025 – 2027
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.