16.10.2026    3 Bilder

Bitte einsteigen! ÖBB Postbus startet Vorarlbergs erste vollautomatisierte Busverbindung

Vorarlberg und ÖBB Postbus bringen automatisierte Mobilität in den Alltag: Am Campus Wolfurt startet erstmals ein vollautomatisierter E-Bus im regulären Fahrgasteinsatz und schafft gleichzeitig ein neues Mobilitätsangebot für tausende Beschäftigte im Betriebsgebiet.

(Wolfurt, 16. Oktober 2026) – Er dreht bereits seit einigen Tagen seine Runden für Test- und Schulungsfahrten im Gewerbegebiet Wolfurt: Der vollautomatisierte Bus von ÖBB Postbus. Am Montag, 19. Oktober ist es so weit: Der E-Bus mit vollautomatisierter Fahrfunktion nach SAE Level 4 geht in den Fahrgasteinsatz. Damit setzt Postbus gemeinsam mit dem Land Vorarlberg und dem Verkehrsverbund einen weiteren Meilenstein für die Mobilität der Zukunft. Die neue Verbindung zwischen Bahnhof Wolfurt und dem Campus Wolfurt schließt für wichtige Arbeits- und Aufenthaltsorte im Betriebsgebiet eine bisher bestehende Lücke im öffentlichen Verkehr.

 

„Mobilität mit Hausverstand bedeutet: Innovationen dort einsetzen, wo sie den Menschen nützen! Am Campus Wolfurt testen wir gemeinsam mit starken Partnern automatisierte Busse für eine noch bessere Anbindung unserer Beschäftigten und Betriebe. Ein starker Impuls für Vorarlbergs ÖPNV der Zukunft“, bekräftigt Landesstatthalter Christof Bitschi

 

„Innovation zeigt ihren Wert erst dann, wenn sie im Alltag ankommt. Genau das gelingt uns jetzt in Wolfurt. Aus einer ersten Idee wurde in kurzer Zeit ein neues öffentliches Mobilitätsangebot für die Menschen vor Ort. Dass Vorarlberg diesen Weg so konsequent mitgeht, macht das Projekt zu einem starken Signal für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Österreich“, so Alfred Loidl, Vorstand der Österreichischen Postbus AG.

 

Vom Pilotprojekt zum neuen Mobilitätsangebot

Nach erfolgreicher Premiere beim European Forum Alpbach hat der vollelektrische Bus mit vollautomatisierter Fahrfunktion nach SAE Level 4 nun seinen festen Platz im öffentlichen Verkehr gefunden. Mit der neuen Linie AS 139 wird das öffentliche Mobilitätsangebot am Campus Wolfurt deutlich erweitert. Die Verbindung zwischen dem Bahnhof Wolfurt und dem Betriebsgebiet erschließt zahlreiche Unternehmensstandorte erstmals direkt mit dem öffentlichen Verkehr und verbessert die Anbindung innerhalb des Campus wesentlich.

 

Damit wird nicht nur eine neue Technologie in den Alltag gebracht, sondern auch eine Mobilitätslücke geschlossen. Beschäftigte und Besucher:innen profitieren erstmals von einer direkten Anbindung wichtiger Arbeits- und Aufenthaltsorte an die S-Bahn.

Unter realen Bedingungen wird untersucht, wie sich automatisierte Mobilität in den öffentlichen Verkehr integrieren lässt und wie das Angebot von den Fahrgästen angenommen wird. Denn erst wenn das Vertrauen von den Fahrgästen da ist, in einen selbstfahrenden Bus einzusteigen, kann das System autonome Mobilitätslösungen wachsen und im öffentlichen Verkehr künftig sinnvoll ergänzt werden und zusätzliche Mobilitätsangebote schaffen. Bewährt sich das Modell, können ähnliche Lösungen auch in anderen Regionen umgesetzt werden.

 

Neue Verbindung stärkt Campus Wolfurt

Die vorerst kostenfrei nutzbare Buslinie AS 139 verkehrt montags bis freitags zwischen 5:00 Uhr und 23:20 Uhr. Die Fahrzeiten sind dabei auf die Ankünfte und Abfahrten der S-Bahn abgestimmt und sorgen für nahtlose Anschlüsse zwischen Bahnhof Wolfurt und dem Campus Wolfurt. Folgende Haltestellen werden auf der ca. 4 Kilometer langen Linie im Rundkurs nach Fahrplan angefahren:

 

  • Bahnhof Wolfurt
  • Meusburgerareal
  • Kesselstraße
  • Steinerne Brücke
  • Doppelmayr Headquarter
  • Senderstraße
  • Postzentrum

 

Technologie aus internationalen Praxiseinsätzen

Zum Einsatz kommt der vollelektrische Autonomous e-CENTRO C des türkischen Busherstellers Otokar dessen Technologie mit eigener Engineering-Kompetenz entwickelt wurde. Das Fahrzeug verfügt über SAE-Level-4-Technologie und kann die Fahraufgabe innerhalb eines definierten Einsatzbereichs grundsätzlich selbstständig übernehmen. Nach österreichischer Rechtslage befindet sich weiterhin eine geschulte Sicherheitsfahrerin bzw. ein geschulter Sicherheitsfahrer an Bord. Das Fahrzeug bietet Platz für bis zu 32 Fahrgäste und verfügt über einen barrierefreien Niederflureinstieg mit Rollstuhlrampe. Der Bus hat eine Reichweite von bis zu 250km und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h.

Bilder (3)

Vollautomatisierter Bus auf der Strecke in Wolfurt
4 489 x 2 987 © VLK/Serra
Vollautomatisierter Bus auf der Strecke in Wolfurt
3 081 x 2 050 © VLK/Serra
Vollautomatisierter Bus auf der Strecke in Wolfurt
1 966 x 2 955 © VLK/Serra
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter an ihr Ziel gebracht. Der Strom für ÖBB Züge und Bahnhöfe in Österreich stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr im Jahr 2025 zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von rund vier Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte (Rahmenplan 2027-2032) bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen Menschen und Güter verlässlich an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.