Seit heute früh ist die Weststrecke wieder wie gewohnt verfügbar. Die intensiven Bauarbeiten der ÖBB zwischen Linz und St. Valentin von 15. bis 22. März wurden planmäßig abgeschlossen. Nach nur einer Woche mit Einschränkungen und einer Umleitung über Enns rollen nun die Züge wieder regulär über die wichtigste Bahnstrecke des Landes. Im Fernverkehr geht es zwischen St. Valentin und Linz auf der rundum erneuerten Strecke wieder mit bis zu 230 km/h zügig voran. Auch im Nahverkehr – insbesondere auf der Linie S1 – steht den Fahrgästen im Zentralraum wieder das gesamte Angebot zur Verfügung.
Ebenfalls abgeschlossen sind die Arbeiten der Deutschen Bahn am Deutschen Eck: Auf einem rund sieben Kilometer langen Abschnitt zwischen Kufstein und Rosenheim war zur Betriebssicherheit und Stabilität der Infrastruktur kurzfristig ein Schwellentausch notwendig – beide Gleise sind wieder vollständig in Betrieb.
Rundum-Service-Paket
Auf der hochbelasteten Weststrecke wurden zwischen St. Valentin und Linz Kleinmünchen rund um die Uhr umfassende Gleisarbeiten durchgeführt. Das Schotterbett wurde in mehreren Teilabschnitten auf insgesamt rund drei Kilometern vollständig erneuert, außerdem wurden zehn Weichen instandgesetzt. Insgesamt wurden 7.500 Tonnen Schotter ausgebaut, gesiebt, gereinigt und zu 30 Prozent wiederverwendet. Die gebündelte Umsetzung sorgte für eine rasche, effiziente Abwicklung und reduzierte Auswirkungen auf den Zugverkehr. Spezial-Großbaumaschinen kamen dabei durchgehend zum Einsatz. Die Gesamtinvestition beträgt rund vier Millionen Euro.
Schnelles und attraktives Angebot
Das Erfolgsmodell der Weststrecke zeigt eindrucksvoll, dass der Zug beim Thema Reisezeit klar vorne liegt: Wien und Salzburg sind wieder in 2:25 Stunden verbunden, die Fahrzeit zwischen Linz und Wien beträgt 75 Minuten. Gleichzeitig profitieren Fahrgäste von einem besonders dichten Zugangebot im Fern- und Nahverkehr.
Investitionen, die ankommen
Mit der Eröffnung der neuen Koralmbahn dürfen sich Fahrgäste über schnellere und häufigere Verbindungen auf der Südstrecke freuen. Damit zeigen die laufenden Investitionen ihre Wirkung genau dort, wo sie gebraucht werden: in einer leistungsfähigen und zukunftssicheren Infrastruktur für Fahrgäste sowie für den Güterverkehr. Weitere Großprojekte wie der Semmering-Basistunnel und das Upgrade der S-Bahn Wien bringen künftig spürbare Verbesserungen.
Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bleiben die ÖBB ein starker Partner und bieten ein verlässliches Mobilitätsangebot. Große Teile der Bauarbeiten zwischen Bodensee und Neusiedler See werden während des laufenden Bahnbetriebs umgesetzt. Die ÖBB setzen alles daran, die Einschränkungen für Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Durch sorgfältige Planung und innovative Bauverfahren bleibt Österreich auch während der Modernisierung in Bewegung. Damit halten die ÖBB nicht nur den Wirtschaftsmotor Österreichs am Laufen, sondern schaffen die Voraussetzungen für ein attraktives Angebot auf der Schiene.