13.10.2026    2 Bilder 1 Dokument

Ausbau Hauptbahnhof Wiener Neustadt: Rammarbeiten und Sperre Unterführung Kollonitschgasse

Im Oktober kommt es wieder zu Rammarbeiten für neue Oberleitungsmasten und für die Umsetzung von Baumaßnahmen zu einer Sperre der Unterführung Kollonitschgasse.

Die ÖBB machen die Nordeinfahrt des Wiener Neustädter Hauptbahnhofs fit für die Zukunft: Statt drei stehen künftig vier Gleise zur Verfügung. Damit wird die wichtige Schnittstelle zwischen Südbahn und Pottendorfer Linie deutlich leistungsfähiger – ein Plus für Fahrgäste, für einen stabilen Betrieb und für den Bahnverkehr entlang der gesamten Südachse. 170 Millionen Euro werden in dieses bedeutende Infrastrukturprojekt, das neben dem Bau eines vierten Gleises umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen der Gleisanlagen umfasst und bis 2029 abgeschlossen sein soll, investiert.

Intensiv-Bauphase im Oktober

Mit einer zeitgemäßen Schieneninfrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik stellen die ÖBB die Weichen für den reibungslosen Nah- und Regionalverkehr in der Zukunft. Bis 2029 errichten wir im Bereich zwischen Höhe HTL und Pöckgasse ein viertes Gleis. Dazu kommen neue Lärmschutzwände, 1,2 Kilometer an Stützmauern und die Adaptierung der Eisenbahnbrücken Fischauer Gasse, Warme Fischa, Pöckgasse und Kollonitschgasse. Außerdem werden wir die Gleisanlagen im Wiener Neustädter Hauptbahnhof angepasst.

In der zweiten Oktober-Hälfte steht eine intensive Bauphase an, in der im Bereich Höhe Kollonitschgasse bis Pernerstorfer Straße Rammarbeiten für neue Oberleitungsmasten und bis Anfang November Arbeiten zur Montage der Oberleitungen für die Einbindung der elektrifizierten Mattersburger Bahn durchgeführt werden.

Von 17. Oktober bis 1. November 2026 ist die Unterführung Kollonitschgasse vollständig gesperrt, ebenso von 21. bis 22. November und von 28. bis 29. November. In den Zeiträumen 2. November 2026 bis 17. Jänner 2027 bleibt die Unterführung zwar befahrbar, jedoch mit Einschränkungen: Die Durchfahrtshöhe ist auf 3,9 Meter reduziert, Schwerverkehr ist untersagt und der Gehweg ist einseitig gesperrt. Zusätzlich kommt es von 23. bis 27. November 2026 zu Nachtsperren – jeweils von 20:00 bis 05:00 Uhr.

Brückenbauwerke, die im Rahmen des Gesamtprojekts neu gebaut oder adaptiert werden:

  • Neuerrichtung und Aufweitung Unterführung Pöckgasse: August 2026 bis Mai 2027
  • Erweiterung Eisenbahnbrücken Kollonitschgasse: Oktober 2026 bis Jänner 2027
  • Neubau Eisenbahnbrücke Fischauer Gasse: Jänner bis Mai 2027

Projektumfang und Ziele

Wiener Neustadt ist eine verkehrsstrategisch wichtige Drehscheibe südlich von Wien, wo insgesamt sechs Bahnstrecken ineinanderlaufen. Die Stadt ist einer der Taktknoten mit den meisten Zughalten in Österreich. Um den steigenden Anforderungen des Nah- und Fernverkehrs wirksam begegnen und diese dauerhaft bewältigen zu können, ist ein Ausbau des Bahnhofsbereichs unumgänglich. Derzeit ist die Einfahrt in den Hauptbahnhof von Wien kommend dreigleisig. Mit dem vierten Gleis wird die Kapazität erhöht, um eine effizientere und flexiblere Einbindung der Züge zu ermöglichen. Dies betrifft sowohl die Südbahn als auch die Pottendorfer Linie, die mittlerweile durchgehend zweigleisig ausgebaut ist. In Zukunft soll der Fernverkehr auf die Pottendorfer Linie umgelegt werden, damit auf der Südbahn mehr Nahverkehrszüge fahren können. Die Errichtung neuer Weichenverbindungen bringt darüber hinaus vielfältigere Ausweichmöglichkeiten im Störungsfall und damit weniger Betriebseinschränkungen bei Unregelmäßigkeiten.

Baumaßnahmen im Detail

  • Neues viertes Gleis: Zwischen der HTL und der Pöckgasse wird ein viertes Gleis errichtet.
  • Lärmschutz und Stützmauern: Es werden neue Lärmschutzwände und 1,2 Kilometer Stützmauern gebaut.
  • Eisenbahnbrücken: Die Brücken über die Fischauer Gasse, Warme Fischa, Pöckgasse und Kollonitschgasse werden neu errichtet bzw. adaptiert.
  • Straßenunterführung Pöckgasse: Diese wird neu errichtet und mit einem eigenen Gehsteig versehen.

Die Südstrecke: Vom Reisen und Befördern der Zukunft

An mehr als 100 großen und kleinen Projekten arbeitet die ÖBB-Infrastruktur AG derzeit entlang der Südstrecke, einem Teil des Baltisch-Adriatischen Ostee-Adriatisches Meer Korridors. 200 Kilometer Bahnlinie werden modernisiert, 170 Kilometer neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150 neue Brücken errichtet. Über 5.000 Menschen arbeiten daran. Nach Fertigstellung der Projekte eilen die Züge in 2 Stunden 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in 45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt 470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren mit hohen Geschwindigkeiten zwei Berge – den Semmering und die Koralpe. Das Projekt Südstrecke umfasst: den Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof, das Güterzentrum Wien Süd, den Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau des Semmering-Basistunnels, acht modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von Bruck nach Graz, den modernisierten Grazer Hauptbahnhof und 130 Kilometer neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Personen- und Güterverkehr.

Infrastruktur.oebb.at/suedstrecke


Bilder (2)

202610_Kollonitschgasse_Ankündigung Sperre
4 080 x 3 060 © ÖBB, Beiglböck
202610_Unterführung „Warme Fischa“, oben die Hilfsbrücke, darunter Ausweitung
2 048 x 1 536 © ÖBB, Frömel
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter an ihr Ziel gebracht. Der Strom für ÖBB Züge und Bahnhöfe in Österreich stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr im Jahr 2025 zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von rund vier Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte (Rahmenplan 2027-2032) bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen Menschen und Güter verlässlich an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.